Berlin: Gelber Impfpass nicht mehr als Nachweis gültig – Wer in Berlin von der 2G-Option Gebrauch machen möchte, benötigt künftig einen digital lesbaren Nachweis. Laut einem Beschluss des Berliner Senats reicht das gelbe Impfbuch nicht mehr aus. Wie der Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, erklärte, benötigt man dazu nicht zwangsläufig ein Smartphone, muss dann aber „zumindest eine Bescheinigung mit einem QR-Code ausgedruckt dabei haben“.

Einen solchen ausgedruckten QR-Code erhält man bei einer Apotheke.

Die neue Regelung soll ab Sonntag gelten und gegen Fälschungen helfen sowie Einheitlichkeit schaffen. Doch es gibt auch Kritik und Widerstand gegen das Vorgehen des Senats. So will Marcel Luthe, der Abgeordnete und Spitzenkandidat der Freien Wähler, laut der „Berliner Zeitung“ wenn nötig vor Gericht ziehen:

„Erneut agiert der heillos überforderte Senat nach Gutsherrenart und bastelt sich seine eigene Realität: Der internationale Impfpass gilt auf der ganzen Welt – außer in Berlin?“

Luthes Ansicht nach „dürfte dieser Alleingang schlicht rechtswidrig sein.

Denn das Infektionsschutzgesetz regelt (in § 22), dass ein Impfnachweis in Papierform oder elektronisch erfolgen kann. Sollte der Senat das nicht korrigieren, werden wir dagegen klagen.“

Im FAQ auf der Seite des Bundesgesundheitsministeriums heißt es als Antwort auf die Frage, ob der gelbe analoge Impfausweis jetzt noch gültig sei, außerdem:

„Ja. Der digitale Impfnachweis ist lediglich ein freiwilliges und ergänzendes Angebot. Wenn Geimpfte keinen digitalen Impfnachweis besitzen oder diesen verloren haben, ist der Impfnachweis über das bekannte ‘gelbe Heft’ weiterhin möglich und gültig.“

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Quelle: berliner-zeitung.de