Bei Treffer überschlagen: Frau landet Ohr-Granate bei Slapping Championship – Des Öfteren haben wir euch in diesem Portal über den Sport des sogenannten „Slappings“ berichtet, der für kontroverse Debatten sorgt. Was den einen ein knallharter Sport mit echten Athleten, ist für andere wenig mehr als grober Unfug mit schweren Gesundheitsfolgen. Was stimmt, können wir nicht beantworten. Doch wir wissen eines: Die Meisterschaften der Frauen stehen denen der Männer in Sachen Gewalt nichts nach. Ein übler Treffer.

Hier sehen wir eine Begegnung zwischen den beiden weiblichen Größen Sheena Bathory und Kortney Olson mit spektakulärem Ausgang. Ein Mann, der das Ganze als echten Sport erachtet und sich die Matches anschaut und auch selbst finanziert, ist übrigens UFC-Boss Dana White. Die Regeln sind denkbar einfach: Man stellt zwei Kontrahenten (bis dato gleichen Geschlechts) einander gegenüber. Dann gilt es, auszuteilen: Watschen, Wirsingschellen, Klatschen, Goschen, Maultauschen.

Wie man sie auch immer lokal nennen mag, es geht um Ohrfeigen. Mit Schmackes.

So viel Wucht, dass sich nicht nur ein entweder kritisches oder begeistertes Publikum für diesen Sport interessiert: Es haben sich etwa auch erste Chirurgen und Neurowissenschaftler online kritisch zu Wort gemeldet. Denn wer bei diesem Sport wegzuckt und den Schmerz scheut, verliert. Was bedeutet, dass die Köpfe, das Trommelfell sowie die äußeren Ohren und das Hirn der Teilnehmer immer und immer wieder einstecken.

Sieht man dann ein Video wie die Begegnung Bathory vs. Olson, versteht man, warum. Denn Kampfsportarten setzen eigentlich auf Deckung des Körpers vor Schlägen, Tritten und anderen Treffern. Doch die Granate, die Sheena Bathory ihrer Gegnerin hier versetzt, sorgt für einen regelrechten Überschlag der Gegnerin. Einer Gegnerin, die den Regeln zufolge dafür auch noch ihre Wange beim Event „Road to the Title’“ präsentieren musste, ohne sich zu schützen.

Das Resultat:

In der Leichgewichtsbegegnung hockte Olson plötzlich desorientiert am Boden, benötigte nach der Backenartillerie medizinische Nachsorge. Online sorgte das Ganze für Furore mit entsprechenden Kommentaren. Einer, der kommentierte, war der Ex-Wrestler und heutige Vorsitzende einer Organisation, welche sich für Athleten mit Gehirnerschütterungen stark macht: Chris Nowinski. Wörtlich machte der seinem Unmut in den sozialen Medien Luft:

„Ihr solltet euch schämen. Das ist blanke Ausnutzung. Was kommt als nächstes, 'Wer überlebt eine Messerstecherei'?“ Man darf gespannt sein, ob sich die „Power Slap League“ angesichts der Kritik dauerhaft als Sportevent durchsetzen kann. Zumal Gründer Dana White einige Wochen davor in der Kritik stand, weil er einräumte, seine Frau geohrfeigt zu haben, wie etwa „Newsweek“ berichtet.

Quelle: ladbible.com