Im Netz erhitzt dieser Tage ein Video die Gemüter, das zeigt wie ein Junge und sein Vater einen Jäger konfrontieren, der sich zur Hirschjagd aufmachen will. Wobei „konfrontieren“ ein äußerst diplomatischer Begriff ist – eigentlich wird der Mann nur mit einer anderthalbminütigen Schimpfkanonade bedacht und bepöbelt. Dabei hatte sich der Waidmann in rechtlicher Hinsicht nichts zuschulden kommen lassen.

Aus seinem Auto heraus filmt der Jäger, wie das Duo auf sein Auto zustapft und das Geschimpfe beginnt. Der sichtlich mitgenommene Junge wirft dem Jäger vor, etwas Böses vorzuhaben. Der 30-jährige Dominick Lobifaro war vor Ort, um ein in Staatsbesitz der USA befindliches Waldstück in Oakdale, Long Island für die Hirschjagd auszukundschaften.

Dabei stellte sich ihm das in der Nähe wohnende Duo in den Weg

Ratlos gegenüber dem Hass, der ihm entgegenschlägt, argumentierte Lobifaro, dass der Tod „nun mal Teil des Lebens“ sei. Auch fragte er das Vater-Sohn-Gespann, ob sie denn Fleisch äßen und dieses normalerweise im Supermarkt kauften. Der Junge bejahte dies – woraufhin der Jäger ihn auf die weitaus schlimmeren Zustände in Schlachthöfen und der Massentierhaltung gegenüber einer Jagd hinwies.

Doch all dies brachte nichts. Der Vater des Jungen hatte vor der Konfrontation per Notruf 911 die Umweltbehörden und Polizei verständigt. Erst dann machte er sich mit seinem Sohn und einer Gruppe weiterer Kinder auf den Weg zu Lobifaros Auto. Warum er Hirsche töten wolle, fragte der Junge den Filmenden. „Weil ich sie essen möchte“, so die saloppe Antwort des 30-jährigen Jägers aus Brooklyn.

Die Antwort des aufgelösten Kindes: „Was zum Fxxk hat dir der Hirsch denn getan!?“

Späteren Aussagen von Lobifaro zufolge hatte der Vater nicht nur seinen Sohn, sondern die gesamte Gruppe Kinder gegen den Jäger aufgehetzt und ihnen erzählt, Lobifaro wäre vor Ort, „um alle Hirsche zu töten“, bevor er mit der Gruppe zum Wagen herübermarschiert sei. Sämtliche Beteuerungen des Waidmanns, er habe „nichts Böses vor“, die im Video zu hören sind, fruchteten nichts.

Der Vater und seine Kindergruppe dampften schließlich ab, wobei der Sohn des Mannes den Jäger weiterhin mit derbem Unflat überschüttete: „Verschwinde! Jetzt! Du bist ein Axxxloch! Fxxk dich!“

Die Polizei traf kurz darauf ein und erklärte dem Mann und seiner Kindergruppe, dass Lobifaro das Recht auf seiner Seite hatte und über sämtliche notwendigen Befugnisse und Jagdscheine verfügte.

Quelle: unilad.co.uk