Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenn es dem bösen Nachbarn nicht gefällt. Dieses Verslein hat oft zwei Seiten, so wie bei dieser Geschichte auch: Seit Tagen tobt im australischen Perth ein Nachbarschaftskrieg zwischen einer Veganerin und ihren fleischliebenden Anrainern. Alles begann damit, dass die Frau sich von dem Fleischgeruch von Küche und Grill gestört fühlte …

Cilla Carden, die als Massagetherapeutin arbeitet und höchsten Wert auf ihre Gesundheit und frisches Gemüse legt, zog gegen ihre Nachbarn vor Gericht, weil ihr das Grillen nebenan dermaßen auf die Nerven ging. Sie wollte, dass es damit ein Ende hat. Das fanden die Nachbarn natürlich wenig unterhaltsam und die ganze Sache wurde online publik und ging rasch viral.

Nun planen Tausende, ein Festival direkt in der Nachbarschaft von Cilla Carden abzuhalten.

Das Projekt: In Form eines friedlichen Protests, bei dem es allen Teilnehmern strengstens untersagt ist, Carden zu belästigen oder gar ihr Grundstück zu betreten, wird gegrillt. Bis dato haben sich 6700 Teilnehmer angemeldet, um die Nachbarschaft mit Fleischgeruch und Grillrauch zu überziehen, auch viele Food Trucks werden erwartet.

Cilla Carden finde das ganze natürlich wenig lustig – sie wollte ursprünglich mit ihrer Anzeige kein veganes Statement setzen, wie sie selbst gegenüber „Daily Mail AU“ betont, hat „kein Problem mit BBQ an sich“ – lediglich der Rauch ihrer Nachbarn störte Carden zufolge ihre Ruhe in ihrem eigenen Hinterhof. Jetzt muss sie aufgrund des kommenden Events Sicherheitskameras auf ihrem Grundstück installieren.

„Wir bringen Ventilatoren mit“

Vorsorglich hat ihr Anwalt John Hammond eine Mitteilung herausgegeben, die Besuchern des kommenden Grill-Events eindeutig klarmacht, dass ihnen direkter Ärger mit der Polizei blüht, wenn sie das Grundstück der Veganerin betreten. Online reagierte man auf diesen juristischen Rundumschlag relativ eindeutig. So schrieb ein Teilnehmer des kommenden Fleischfestivals:

„Laut ihrem Anwalt dürfen wir also ihr Eigentum nicht betreten. Das ist in Ordnung. Wir können auf jeden Fall auf der Straße bleiben, die öffentliches Eigentum ist – und wir können riesige Ventilatoren mitbringen, die diese Gerüche direkt in ihr Haus blasen!“

Man darf gespannt sein, wie sich das Ganze noch entwickelt.

Quelle: 9gag.com