Wer sich statt auf Online-Banking lieber auf Papierüberweisungen verlässt, könnte eine böse Überraschung erleben. Denn wie ein RTL-Reporter herausgefunden hat, ist alles, was man braucht, um ein fremdes Konto zu plündern, ein Papier-Überweisungsschein sowie die dazugehörige IBA-Nummer (IBAN). Solche Überweisungsträger liegen in den meisten Banken problemlos zugänglich aus. Doch die Behauptung des Reporters kommt nicht von ungefähr, der RTL-Mann hat seine Freunde gebeten, ihm bei einem Experiment zu helfen. Dafür trug er schlicht die IBAN eines fremden Kontos als Quelle sowie als Empfänger seine eigene IBAN ein, legte eine Summe fest und hatte etwas Geduld.

Nur Tage später landete der entsprechende Betrag auf seinem Konto, ohne dass der angeblich überweisende Kontobesitzer irgendeine Form von Nachfrage oder Rückmeldung erhalten hatte. Eine Sicherheitslücke, die zeigt, dass einige – wenn nicht gar die meisten – Banken scheinbar überhaupt nicht nachprüfen, wer Überweisungsscheine ausfüllt und wer die Empfänger sind. Dies sieht man auch daran, dass selbst absurde Überweisungen in dem Experiment problemlos durchgeführt werden konnten: So überwies „Winnetou“ Geld an „Old Shatterhand“ oder auch „Micky Maus“ an „Donald Duck“, ohne dass das Kreditinstitut der Sache nachging.

Lest auf der nächsten Seite, mit welch einfachen Mitteln ihr euch vor dieser unerwarteten Gefahr schützen könnt.

Quelle: rtl.de