Baerbock sagt Interview-Termin ab: Bild am Sonntag zeigt nur leere Seite – Ursprünglich war ein ausführliches Interview mit Annalena Baerbock geplant, stattdessen zeigte die „Bild am Sonntag“ lediglich eine leere Seite. Die Kanzlerkandidatin der Grünen hatte wegen „Terminschwierigkeiten“ abgesagt.

Und so steht statt eines Artikels, in dem die Politikerin dem Blatt Rede und Antwort steht, in dick gedruckten Lettern lediglich zu lesen: „Das ist Ihre Seite, Frau Baerbock!“

Darunter kleiner: „Die Kanzlerkandidatin der Grünen hätte hier erklären können, wie sie nach der Bundestagswahl regieren will, wie sie tickt, welche Werte sie prägen. Nach wochenlangem Zögern hat sie ein Interview abgelehnt – angeblich ließe sich kein Termin finden.“

„Es gibt eine Vielzahl von Anfragen“, erklärte eine Sprecherin der Grünen daraufhin. „Leider lassen sich aus Termingründen nicht alle bedienen.“

Die „BamS“ weist in einer Fußnote am unteren Seitenrand noch darauf hin, dass es sich bei Baerbock um die erste Spitzenkandidatin der Grünen handelt, die vor dem Hintergrund einer Bundestagswahl keine Zeit für ein Interview gefunden habe.

Sowohl Joschka Fischer, als auch Renate Künast, Jürgen Trittin, Katrin Göring-Eckardt und Cem Özdemir hätten sich die Zeit genommen.

Zeit fand Baerbock stattdessen für eine Diskussionsrunde mit dem Kanzlerkandidaten Olaf Scholz, der bereits mit einem möglichen Bündnis mit den Grünen liebäugelt, sieht dieser doch bei seinen wichtigsten Themen eine Übereinstimmung.

„Das passt gut“, so Scholz.

Abgeneigt scheint Baerbock nicht zu sein, in Sachen Klimaschutz sieht sie aber noch Klärungsbedarf. „Wir brauchen nicht erst 2045 erneuerbaren Strom, sondern wir brauchen das bis 2030“, erklärte sie.

„Wenn wir echte Veränderung brauchen und wollen, dann muss Grün ganz vorne mit dabei sein, weil sonst ist es Klima ohne Schutz.“

Scholz konterte süffisant: „Platz zwei ist ja auch ganz vorne, Annalena.“

Quelle: welt.de