Außerirdisches Leben: Neue Art von bewohnbaren Planeten entdeckt – Der Blick in die Weiten des Alls offenbart Astronomen von Jahr zu Jahr immer tiefere Einblicke mit zahlreichen Entdeckungen. Nun haben Forschende der britischen Elite-Universität Cambridge eine schier sensationelle Entdeckung gemacht: Sie fanden eine neue Art potenziell bewohnbarer Planeten.

Es handle sich hierbei um Himmelskörper, auf denen Leben möglich sei, und auf denen die Experten auch außerirdisches Leben vermuten. Allerdings ähneln diese Planeten so gar nicht der Erde. Diese Gestirne sind riesig, mit Ozeanen, viel Wasserstoff in der Atmosphäre und vor allem sehr heiß. Bezeichnet werden diese neue Planetenarten als „Hyzeanische Welten“.

Gigantische Wasserwelten, bis zu 2,6 Mal größer als die Erde

Eigentlich ging man bei derlei Exoplaneten, also Himmelskörper außerhalb unseres Sonnensystems, davon aus, dass dort kein Leben möglich sei. Darunter der allseits bekannte Neptun – ein Planet, dessen wasserstoffreiche Atmosphäre zu heiß und der Luftdruck zu groß sei, um Leben zu generieren. Die Forschenden aus Cambridge um Dr. Nikku Madhusudhan haben diese Annahme aber nun wohl widerlegt – und zwar am Beispiel des Mini-Neptuns K2-18b.

Laut ihrer Studie, die im „Astrophysical Journal“ veröffentlicht wurde, ist auf derartigen Planeten sehr wohl Leben möglich. „Hyzeanische Planeten“, wie der entdeckte Mini-Neptun K2-18b einer ist, können bis zu 2,6 Mal so groß sein wie die Erde. Ihre Atmosphäre kann derweil eine Temperatur von bis 200 Grad Celsius in der Atmosphäre erreichen.

Mögliches Leben auf hyzeanischen Planeten

Doch in den gigantischen Ozeanen ist Leben möglich, ähnlich wie das Leben von Mikroben auf der Erde. Dr. Madhusudhan sagte zu der Entdeckung: „Hyzeanische Planeten eröffnen uns ganz neue Möglichkeiten bei der Suche nach Leben da draußen.“ Schließlich wurden derartige Planeten in großer Zahl entdeckt, aber nie auf mögliches Leben hin untersucht, im Gegensatz zu den bekannten Gesteins-Exoplanten, auch „Super-Erden“ genannt.

Nun wollen die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Cambridge ein ganzes Ensemble an hyzeanischen Planeten eingehend mit dem James Webb Space Telescope (JWST) untersuchen, das noch Ende 2021 einsatzbereit sein soll. Die betreffenden Planeten, wozu auch K2-18b gehört,  befinden sich alle in einem Sonnensystem, das 35 bis 150 Lichtjahren von uns entfernt ist.

Studienautor Dr. Nikku Madhusudhan: „Wir müssen offen sein für neue Orte, an denen wir Leben erwarten und für neue Formen, die dieses Leben haben kann. Denn die Natur überrascht uns immer wieder mit zuvor unvorstellbaren Möglichkeiten. […]Falls wir dort eine Biosignatur finden sollten, würde das unser Verständnis von Leben im Universum völlig verändern.“

Quelle: mdr.de