Der Mensch und die Angst. Ein ewiges Thema. Haben wir Angst, spüren wir irgendwie auch, dass wir leben – das hat etwas mit dem Adrenalin zu tun, das dabei ausgeschüttet wird. Daher suchen viele von uns in gewisser Weise dauernd nach der Gefahr Extremsportler aller Art, Speedfreaks oder Menschen, die einfach nur den Kick brauchen. In vergleichsweise harmlos kann man das auch haben: Achterbahnen sind ein gesellschaftlich akzeptierter Weg, dieses Bedürfnis zu stillen.

„Vergleichsweise harmlos“ ist aber auch ein gutes Stichwort. Denn auch wenn man weiß, dass einem in der Achterbahn wahrscheinlich nichts passieren wird, geht einem ganz gut die Muffe. Doch irgendwann ist der Nervenkitzel auch hier weg – echte Achterbahn-Fans stecken irgendwann auch die extremsten Kurven und die krassesten Loopings weg wie nichts. Gut, dass versierte Ingenieure stets auf der Suche nach Neuerungen und anderen Möglichkeiten sind, gestandene Kerle zum Kreischen zu bringen.

Eine dieser Möglichkeiten sind die sogenannten „Tilt Coaster“ – Achterbahnen, bei denen ein Teil der Strecke auf einer Wippe gelagert ist. Diese wird aus ihrer Verankerung gelöst, wenn die Fahrt losgeht – und in die Senkrechte gebracht. Ein Startschuss der besonderen Art, wenn man so will. Wie das Ganze aussieht, seht ihr hier am Beispiel des „Vekoma Tilt Coaster“ im Discoveryland in Lihpao, Taiwan. Wir wünschen einen starken Magen.