ARD und ZDF: Einnahmen von rund 8 Milliarden Euro – Während sich Gebührenzahler über erneut gestiegene Rundfunkgebühren ärgern, sind nun die Einnahmen der beiden öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF aus dem vergangenen Jahrveröffentlicht worden. Herausgegeben wurden die Zahlen vom „Beitragsservice“ der Sender, früher GEZ.

Dessen Bilanz für das Jahr 2020 zeigt auf, dass Bürger für das Angebot der Öffentlich-Rechtlichen statistisch 96 Euro pro Jahr zahlen mussten. Dies entspricht einem Monatsbeitrag von 17,50 Euro. Hierbei nahmen alleine die neun ARD-Anstalten 5,71 Milliarden Euro ein. Beim ZDF spülte dies immerhin satte 2,02 Milliarden Euro in die Kassen und beim Deutschlandradio wurden Einnahmen von 231,9 Millionen Euro generiert.

Ein Plus von 40 Millionen Euro

Damit kommen die Öffentlich-Rechtlichen zusammen auf 7,96 Milliarden Euro, die sie durch den Gebührenzahler einnahmen. Dies ist ein Plus von 40 Millionen Euro im Vergleich zum Jahr 2019. Diesbezüglich sank die Zahl der Menschen, die aus sozialen Gründen von der Beitragspflicht befreit wurden, um 2,3 Prozent auf 2,6 Millionen.  

Generell stehen die Rundfunkgebühren lange schon in der Kritik, insbesondere die stetigen Erhöhungen derselben. So sagte der Berliner CDU-Fraktionschef Burkard Dregger gegenüber „Bild“: „Bis 2030 wollen wir die TV-Gebühren überprüfen und schrittweise zurückführen. Alles andere ist den Menschen unzumutbar!“.

17,7 Mio. Maßnahmen wegen Zahlungsverzug

Immerhin, denn aktuell erhöht sich die Zahl derer, die sich weigern, Rundfunkgebühren zu zahlen. Alleine im letzten Jahr 2020 wurden 17,7 Mio. Maßnahmen wegen Zahlungsverzug eingeleitet. Darunter waren 2,1 Mio. Beitragskonten, die mit einer „Mahnstufe“ versehen waren. Die Sender schalteten zudem insgesamt 1,2 Millionen Mal die Vollstreckungsbehörden ein, um nicht gezahlte Gebühren einzutreiben.

Quelle: bild.de/