Anne Spiegel: Neue Familienministerin will einheitliche Gendersprache – Als frischgebackene Familienministerin der Ampel-Koalition spricht sich Anne Spiegel von den Grünen für eine einheitliche gendergerechte Sprache in Gesetzestexten und anderen politischen Vorhaben aus. Gegenüber dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“ erklärte Spiegel: „Ich finde gendergerechte Sprache wichtig, auch in staatlichen Dokumenten. Es wäre wünschenswert, wenn die Bundesregierung zu einem einheitlichen Verfahren findet.“

Des Weiteren weist sie Kritik vonseiten der CDU hinsichtlich der im Koalitionsvertrag verankerten rechtlichen Absicherung der sogenannten Verantwortungsgemeinschaften zurück: „Verantwortungsgemeinschaften wollen wir für Menschen schaffen, die etwa im Alter alleinstehend sind und mit der langjährigen verwitweten Freundin ein gemeinschaftliches Leben gegenseitig absichern und vereinfachen möchten.“

Zuvor hatte Dorothee Bär auf Twitter kritisiert, dass Verantwortungsgemeinschaften zu einer Entwertung des im Grundgesetz verankerten Schutzes von Ehe und Familie führen würden.

Spiegel, zuvor rheinland-pfälzische Umweltministerin, betitelt die geplanten Änderungen hingegen als großartig: „Damit wird die Lebensrealität vieler Familien in Deutschland anerkannt und in verbindlichere Formen mit entsprechenden Rechten gegossen.“

Die neue Familienministerin fordert Anerkennung dafür, dass Familien in vielfältigeren Konstellationen gelebt werden – so eben auch gleichgeschlechtliche Partnerschaften, Patchworkfamilien, Alleinerziehende und kinderreiche Familien.

Spiegel weiter: „Bisher hängt eine unnötige und diskriminierende Bürokratie daran, wenn zwei Frauen ein Kind miteinander bekommen. Jetzt wird so etwas zur Selbstverständlichkeit. Und auch der biologische Vater kann als Teil der Familie anerkannt werden.“

In ihrer Rolle als Ministerin wolle sich Spiegel dafür stark machen, dass Familie stärker „in all ihrer Vielfalt“ wahrgenommen werde. Selber Mutter von vier Kindern erklärte sie dem „Spiegel“: „Ich kenne diese Blicke, wenn man in ein Restaurant kommt und sagt, man hätte gern einen Platz für sechs Personen, wovon vier Kinder sind.“

Ihr Wunsch: dass Kinder als Bereicherung der Gesellschaft wahrgenommen werden und nicht als Last.

Quelle: welt.de