Wir leben im 21. Jahrhundert, aber vielerorts ist man in gewissen Fragen immer noch weit hinter dem Berg. Gemäß einer Studie der National Science Foundation haben viele US-Amerikaner arge Bildungsdefizite in Bezug auf Evolution oder den Urknall. Im Teil der Studie mit dem Kapitel „Science and Technology: Public Attitudes and Understanding“ wurden im Jahr 2012 insgesamt 2200 Einwohner der USA zu verschiedenen populärwissenschaftlichen Themen befragt – mit ebenso amüsanten wie gruseligen Ergebnissen.

So bezweifelt zum Beispiel jeder zweite US-Bürger, dass wir von anderen Spezies abstammen könnten. Und dass sich die Erde um die Sonne dreht, wussten erschreckenderweise auch nur 74 Prozent der Befragten. Der nächste Klops: 53 Prozent der Amerikaner nahmen fälschlicherweise an, dass die Laser der Schwerter und Pistolen aus der „StarWars“-Filmreihe aus gebündelten Schallwellen bestünde und nicht aus gebündeltem Licht.

Viel gravierender ist der miserable Kenntnisstand, wenn es um die Evolutionstheorie geht: Nur 48 Prozent der Teilnehmer wussten, dass der Mensch sich im Laufe der Evolution aus Kleinsäugern und Vormenschen entwickelt hat. Der Rest wird es dann wohl eher mit der Anti-Darwin-Theorie halten und darauf beharren, dass der liebe Gott die Erde erschaffen habe und diese eine Scheibe sei – ganz nach dem radikalen US-Trend des Kreationismus.

Insgesamt und im Vergleich mit anderen Nationen schlagen sich die USA dennoch ordentlich und schneiden sogar häufig überdurchschnittlich gut ab. Nur wenn es um religiös behaftete Fragen geht, sind unsere lieben US-Freunde eben etwas „anders“.