Wer dachte, dass der Tarifstreit bei Amazon beigelegt sei, der täuscht. Während der Konzern argumentiert, dass die Mitarbeiter im oberen Bereich der für die Logistikbranche üblichen Löhne rangieren, versucht 'Verdi' einen Tarifvertrag zu erkämpfen, der dem Einzel- und Versandhandel entspricht.

Die Fronten sind verhärtet. Amazon lehnt mit Verweis auf eine 'direkte Bindung zu ihren Leuten' weiterhin einen Dialog mit der Gewerkschaft ab, weshalb diese abermals zum Streik aufruft. Und so haben gut 600 der 3.000 Mitarbeiter des Logistikzentrums in Bad Hersfeld und weitere 400 am Standort Leipzig für 24 Stunden ihre Arbeit niedergelegt. Immerhin hat es schon mal gereicht, um eine Reaktion der Chefetage zu provozieren.

Amazon Logistik-Chef Dave Clark äußerte sich nämlich folgendermaßen zu den erneuten Streiks: „Warum sollten wir uns von jemandem zur Zusammenarbeit erpressen lassen, der damit droht, das Weihnachtsfest für Kinder zu ruinieren?“

Na, gegen eine derart sachliche Argumentation können Forderungen irgend so einer dahergelaufenen Gewerkschaft natürlich nicht bestehen. Wie kann es dieser Verdi-Grinch überhaupt wagen!? Ausgerechnet zu Weihnachten, wo Geben doch seliger ist denn Nehmen!? Hallo, geht’s noch?