Der Versandhaus-Gigant Amazon setzt einen neuen Plan in Kürze in die Tat um: Mit „Amazon Flex“ will das Unternehmen auch in Deutschland künftig Privatpersonen als selbstständige Paketboten für sich gewinnen. Ähnlich dem aus den USA bekannten „Uber“-Modell, bei dem Privatleute als gewerbliche Selbstständige als eine Art Taxifahrer fungieren, sollen die Kunden ihre Pakete in Zukunft von privaten Boten bekommen.

Das Unternehmen bestätigte am Freitag, dass das Programm „Amazon Flex“ in Kürze in der Bundeshauptstadt Berlin starte. Eine Sprecherin gegenüber dem „Tagesspiegel“ dazu: „Wir wollen in den nächsten Wochen die ersten Kunden beliefern.“ Wer für Amazon als Flex-Bote tätig werden will, benötigt ein eigenes Auto sowie eine spezielle Smartphone-App.

In Großbritannien, den USA sowie Singapur habe sich Amazon bereits mit tausenden Privatpersonen zusammengetan, die auf diese Weise ihr Einkommen aufbesserten, erklärte der Versand-Gigant auf dpa-Nachfrage. Das Programm richte sich an Menschen, die gelegentlich Pakete austragen wollten. Die Aufträge könnten sich die Lieferanten je nach Verfügbarkeit frei einteilen. Vier Stunden pro Arbeitsblock, mit diesem Arbeitsaufwand kalkuliert Amazon – wer innerhalb seines Blocks seine Pakete rasch ausliefert, kommt auf einen ungefähren Stundenlohn von bis zu 16 Euro.

Die gesetzlichen Regelungen für Selbstständige kämen dabei zur Anwendung und es sei ein Gewerbeschein erforderlich – eine Anstellung besteht nicht. Insbesondere zu Stoßzeiten wie etwa vor den Weihnachtsfeiertagen solle das System die üblichen Lieferkanäle entlasten.

Quelle: T-Online