Als Teil eines Manövers: US-Kriegsschiff durch Raketenbeschuss im Pazifik versenkt – Lange hat die Raketenfregatte „USS Rodney M. Davis“ (FFG-60) ihren Dienst bei der US-Marine verrichtet. 1987 wurde sie in Dienst gestellt, tat die größte Zeit davon im Pazifik. Damit ist es nun vorbei: Die „USS Rodney M. Davis“ versank rund 80 Kilometer vor der Küste von Hawaii, ruht nun über 15.000 Fuß tief unter Wasser. Ein Raketentreffer hat ihre lange Karriere beendet.

Dieser fand im Zuge des größten Flottenmanövers der Welt statt. Streitkräfte der USA, Kanadas, Australiens und Malaysias feuerten Flugkörper und Munition auf das Kriegsschiff ab, bis es nach den spektakulären Treffern versank. Benannt war die Raketenfregatte nach Marine-Sergeant Rodney Maxwell Davis, einem Helden des Vietnamkriegs und Träger der Medal of Honour. Sie war das vorletzte Schiff der sogenannten „Oliver Hazard Perry“-Klasse.

Darunter versteht man eine Klasse von Flugkörper-Fregatten, welche nach dem Kriegshelden Oliver Hazard Perry der Schlacht von Lake Erie (1813) benannt ist.

2015 war die „Rodney M. Davis“ außer Dienst gestellt worden, wurde 2018 in der Ukraine beinahe gesprengt. Am Samstag, dem 16. Juli, war sie Teil des Manövers „Rim of the Pacific 22“ (RIMPAC), des größten internationalen Flottenmanövers überhaupt. Sie wurde in dem Testeinsatz, einer sogenannten „Ship Sinking Excercise“ (SINKEX) mit Antischiff-Flugkörpern beschossen, um den teilnehmenden Besatzungen wertvolle Erfahrungen beim Waffeneinsatz unter Realbedingungen zu liefern.

Admiral Mohd Reza Mohd Sany, Chef der königlich-malaysischen Marine, kommentierte: „Die SINKEX war eine fachlich wertvolle Erfahrung für die Besatzung der 'KD Lekir'. Diese Veranstaltungen bieten eine hervorragende Plattform für die Förderung der Interoperabilität zwischen den teilnehmenden Marineverbänden.“

Christopher Robinson, Konteradmiral der kanadischen Marine, führte aus:

„Diese Übung bot den äußerst talentierten Matrosen, Soldaten und Fliegern, die das RIMPAC-2022-Team bilden, eine großartige Gelegenheit, ihre Fähigkeiten unter Realbedingungen zu verfeinern. Es gibt nichts, was den Schulungswert von Gelegenheiten wie dieser, bei der wir unsere Waffen und die dazugehörigen Kampfsysteme so realistisch wie möglich testen können, wirklich ersetzen kann.“ Der australische Marine-Kommodore Paul O’Grady ergänzte:

„Der koordinierte Abschuss von Antischiffsmunition ist eine komplexe Aufgabe. Diese SINKEX demonstriert die Austauschbarkeit der fähigen und anpassungsfähigen RIMPAC-Partner. Dabei wurden wichtige Maßnahmen zum Schutz des maritimen Trainingsumfelds getroffen.“

Quelle: unilad.com