Alles wird teurer: Nun trifft es auch noch die Friseure – Die aktuelle Teuerungswelle reißt nicht ab und so ziemlich alles mit sich. Kaum ein Tag vergeht, an dem nicht verkündet wird, dass irgendwo die Preise angehoben werden. Und so war es nur eine Frage der Zeit, bis es auch Deutschlands Friseure trifft.

Die Branche kämpft mit steigenden Ladenmieten, explodierenden Energiekosten, höheren Mindestlöhnen und einem coronabedingten Kundenrückgang. Die Folge: höhere Preise für einen Haarschnitt.

Gegenüber der „Saarbrücker Zeitung“ erklärte der Geschäftsführer der Landesinnung Friseure und Kosmetik Saarland, Mirko Karkowsky:

„Wie hoch prozentual die Preise dieses oder nächstes Jahr noch steigen werden, lässt sich nicht seriös abschätzen. Sollten sich die derzeitigen Entwicklungen jedoch ungehindert fortsetzen, kann es zu einer Situation kommen, in der wir von 100 Euro und mehr für einen einfachen Qualitäts-Herrenhaarschnitt sprechen.“

Bild“ gegenüber gibt ihm Friseur und Landesinnungsmeister Mike Ulrich Recht:

„Die 100 Euro sind in großen Städten mit höheren Mieten realistisch. Ich gehe in der Branche generell von einer Verdopplung aus. Dort, wo es 25-30 Euro kostet, könnten es 50-60 Euro werden, sollten z. B. wie geplant im Herbst die Stundenlöhne von zehn auf zwölf Euro steigen. Dazu die Strom-, Wasser- und Gaskosten …“

Noch koste ein Männerhaarschnitt bei dem Friseur aus Sulzbach lediglich 24 Euro. Ulrich befürchtet jedoch:

„Je nach Kostenentwicklung komme ich dieses Jahr nicht drum herum, meinen Preis um 15 bis 30 Prozent anzuheben.“

Weiterhin zitiert „Bild“ den Inhaber von „Hair Fashion Schuh“ in Saarlouis, wo Männer für einen Schnitt mit Waschen aktuell noch 30 Euro zahlen:

„Wir haben letztes Jahr um einen Euro erhöht. Davor waren die Preise etwa vier Jahre stabil. Ich befürchte, dass ich nächstes Jahr, wenn die Abrechnungen kommen, noch mal erhöhen muss. Ich habe Angst, dass in unserer Branche Jobs abgebaut werden und einige Salons die Krise nicht überleben.“

Quellen: bild.de , saarbruecker-zeitung.de