Fressmaschine: Influencer wird aus „All you can eat“-Lokal geworfen – Insbesondere ältere Semester werden und müssen den Trend nicht verstehen, fremden Leuten über Social-Media-Kanäle beim Essen zuzusehen. Vor allem in Asien staunt man gerne darüber, welche Mengen so mancher Food-Influencer in sich hineinzustopfen vermag. Ganz weit vorne dabei ist ein gewisser Mr. Kang, der seinen Job – wenn man es denn so nennen mag – offenbar etwas zu gut beherrscht.

Mr. Kang besuchte für seine Fressorgien nämlich gerne ein bestimmtes „All you can eat“-Lokal – sehr zum Leidwesen der Betreiber.

Wie er in einem Fernsehinterview erklärte, habe er dort bei seinem ersten Besuch ganze 1,5 Kilogramm Schweinefüße vertilgt; ein anderes Mal verdrückte er sogar vier Kilogramm Garnelen.

Mit Blick auf die riesigen Mengen an Nahrung, die in den Tiefen von Mr. Kang verschwanden, sah sich das Restaurant gezwungen, die Notbremse zu ziehen und den Influencer des Ladens zu verweisen.

„Jedes Mal, wenn er kommt, verliere ich mehrere Hundert Yuan“, ereiferte sich der Besitzer des Ladens – Hundert Yan entsprechen etwa 14 Euro. Ganze Schüsseln habe Mr. Kang geleert, während andere Gäste sich am Buffet lediglich mit der Zange bedienen.

„Sogar wenn er Sojamilch trinkt, trinkt er 20 bis 30 Flaschen.“

Der Exilant fühlt sich indessen ungerecht behandelt und förmlich diskriminiert, als Mensch der nun einmal viel vertilge: „Ich kann nun mal viel essen – ist das ein Fehler?“

Ein Fehler vielleicht nicht unbedingt, aber auf jeden Fall ein Problem, hatten die Behörden in China mit Blick auf Corona-Ausbrüche und die starken Regenfälle in jüngster Zeit doch vor Versorgungsengpässen und damit einhergehend vor Lebensmittelknappheit gewarnt.

Familien war angeraten worden, auf Vorrat zu kaufen, was nicht nur für Unruhe in der Bevölkerung gesorgt hatte, sondern auch eine Verdoppelung der Preise für Lebensmittel nach sich zog.

Entsprechend heiß glüht die Debatte um Mr. Kang im chinesischen Netz.

Und sogar die Regierung unter der Führung des Staatspräsidenten Xi Jinping hat sich dem Kampf gegen Influencer verschrieben, die sich damit einen Namen machen, große Mengen an Lebensmitteln zu verschlingen.

Jüngst war eine „Leere-Teller“-Kampagne gegen Lebensmittelverschwendung gestartet und via Social Media verbreitet worden. Dabei heißt es unter anderem: „Rettet Lebensmittel, esst vernünftig.“

Mr. Kang ist sich jedoch keiner Schuld bewusst. Immerhin esse er stets alles auf und verschwende keine Lebensmittel.