Mit diesem Wissen ausgestattet, können wir nun effektiv unsere Verteidigungslinie aufstellen. Schickt zunächst eine Gemüsebrühe an die Front! Sie ist leicht verdaulich, überfordert den Magen nicht und führt dem Organismus wichtige Flüssigkeit, Salze, Mineralstoffe und Vitamine zu.

Da ihr vermutlich kaum in der Lage sein werdet, euch eine frische Brühe zuzubereiten, tut es auch die Instant-Variante, die ihr aber zumindest mit ein wenig frischen Karotten, Kartoffeln und Kräuter aufpeppen solltet. Auch eine schnelle Tomatensuppe aus erhitzten und gut gesalzenen passierten Tomaten wirkt Wunder.

Etwas Pfeffer und gemahlene Nelken dazu, um den Kopf zu entspannen, und schon seht ihr etwas klarer.

Die gute Nachricht: Nie wieder Rollmops!

Der oben erwähnte Rollmops stallt dagegen keine kluge Wahl dar. Zum einen ist dieser schwer verdaulich, zudem solltet ihr eure ohnehin angegriffene Magenschleimhaut nicht mit zu viel weiterer Säure stressen. Lasst von daher auch die Finger von fettigen Suppen mit Sahne oder Milch als Grundlage.

Ein kleiner Schuss Essig in die Gemüsebrühe geht aber noch klar, da Säure in wohldosierten Mengen den Alkoholabbau unterstützen kann. Auch eine saure Gurke, ein Glas Wasser mit einer Scheibe Zitrone oder eine Apfelschorle und Salzbrezeln zum Knabbern tun den Körper gut.

Leider können die genannten Lebensmittel die Symptome aber nur lindern. Den Alkoholabbau irgendwie zu beschleunigen könnt ihr euch abschminken. Oder wie Väter sagen würden: „Da müsst ihr durch!“ Selbst Ernährungswissenschaftler konstatieren schulterzuckend „Zimmer verdunkeln und leiden!“

Zudem wird ausdrücklich von Schmerztabletten abgeraten, die nicht nur den Magen zusätzlich reizen, sondern für die ohnehin gestresste Leber eine weitere Herausforderung darstellen. Trinkt lieber ein Glas Wasser, das hilft deutlich besser gegen die Kopfschmerzen!

Bliebe noch das berühmte Konter-Bier, der verzweifelte Einsatz von Feuer im Kampf gegen Feuer. Es klingt leider nicht nur zu schön, um wahr zu sein, sondern ist es auch. Die Symptome lassen sich mit einem weiteren Bier nicht lindern. Man setzt stattdessen lediglich die Uhr des Promilleabbaus wieder zurück und führt die Alkoholvergiftung, die den Kater überhaupt erst ausgelöst hat, nur noch weiter fort.

Quelle: t-online.de