Ein Teenager erwacht nach seinem ersten großen Saufgelage. Mit großem Getöse fährt gleich darauf der „Kater“ getaufte Güterzug in seinen Schädel ein und über den Lärm vergisst der Junge sogar, dass er vermutlich gleich einen Mörderanschiss von seinem Vater bekommt. Dieser betritt wie auf Kommando den Raum. Doch er sieht nicht wütend aus. Im Gegenteil. Ein wissendes, irgendwie höhnisches Lächeln umspielt seine Lippen, in den Händen ein Glas mit einer undefinierbaren Substanz. „So, mein Sohn“, doziert er mit der Stimme eines Oberlehrers, „Jetzt lernst du was fürs Leben!

So oder so ähnlich dürfte sich der erste üble Morgen danach bei vielen Kerlen abgespielt haben. Die undefinierbare Substanz bestand im oben genannten Beispiel, wie ihr sicherlich schon geahnt habt, aus eingelegten Rollmöpsen. Ein Klassiker! Aber was das betrifft, hat wohl jeder so sein eigenes Patentrezept gegen den Kater, welches von Generation zu Generation weitergegeben wird. Vermutlich gibt es gegen einen dicken Schädel mindestens ebenso viele Hausmittelchen wie gegen eine Erkältung, doch haben diese auch alle Hand und Fuß? Wir schauen für euch zu tief ins Glas, und erklären, was wirklich hilft und was absoluter Quatsch ist.

Zunächst einmal sollte man wissen, wie ein Kater überhaupt zustande kommt. Die nur allzu bekannten Symptome Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwindel und Schwitzattacken sind natürlich eine Folge des Restalkohols in unserem Blut, ein Zellgift, welches die Leber abzubauen versucht. Das dauert seine Zeit. So baut der weibliche Körper durchschnittlich etwa 0,1 Promille pro Stunde ab, der männliche 0,2. Um also ein Standardglas Bier abzubauen, könnt ihr gut und gerne etwa zwei bis drei Stunden einplanen. Auf Basis dessen könnt ihr ja selber ausrechnen, wie viele Überstunden die Leber nach einer durchzechten Nacht machen muss. Erschwerend kommt hinzu, dass sich, während die Leber abgelenkt ist, der Giftstoff Acetaldehyd bildet, der Körper Wasser und Salz verliert, und der Magen auch noch vermehrt Säure produziert, was die Schleimhäute reizt.

So viel zur Theorie! Kommen wir auf Seite 2 nun zu den praktischen Tipps gegen den Kater!

Quelle: t-online.de