Jungs, wir müssen euch heute eine bittere Wahrheit verkünden, die euch vermutlich ebenso weh tun wird, wie die Nummer mit dem Weihnachtsmann damals: Man kann sich niemanden schön trinken; nur sich selbst blöde! Und da es jetzt eh kein zurück mehr gibt, können wir euch auch von einer Studie der Universität von Missouri-Columbia berichten. Die dort ansässigen Forscher wollten nämlich wissen, wie Alkohol den Charakter verändert.

Also lud man sich 64 Männer und Frauen ein, bat diese, im Namen der Wissenschaft ordentlich zu picheln, und analysierte die damit einhergehende Veränderung der Persönlichkeit. Am Ende stand die Erkenntnis, dass sich Betrunkene in die folgenden vier Klassen einordnen lassen:

Hemingway:
Die meisten Menschen, die gerne mal zu tief ins Glas schauen, gehören dieser Spezies an. Namensgeber ist einer der erfolgreichsten US-amerikanischen Schriftsteller des 20. Jahrhunderts, der einst von sich selber sagte, er könne den gesamten Whiskeyvorrat der Hölle austrinken, ohne betrunken zu werden. In diesem Sinne kann der Alkohol den Leuten, die zu den Hemingways gehören, nur wenig anhaben. Sie denken gar, besser organisiert zu sein und abstrakten Gedanken schneller folgen zu können – oder besser: Sie glauben das von sich selbst.

Mary Poppins:
Die Hauptfigur der australischen Schriftstellerin P.L. Travers kennen die meisten wohl am ehesten aus der Disney-Verfilmung. Das fürsorgliche Kindermädchen steht stellvertretend für alle – vorwiegend weiblichen – Menschen, die im Suff schlagartig einfühlsam, freundlich und kooperativ werden, anfangen Selfies zu machen und der Freundin beim Kotzen beistehen. Leider gehören aber nur 15 Prozent dazu.

Der verrückte Professor:
Diese Gattung ist im nüchternen Kopf recht schüchtern und neigt dazu, sich erst einmal Mut anzutrinken. Mit Erfolg! Auf einmal wird aus dem unscheinbaren Mauerblümchen ein extrovertierter Partylöwe, der auf nichts und niemanden mehr Rücksicht nimmt. Das schließt die Schamgrenze anderer und die eigene Würde mit ein! Vorwiegend Männer lassen sich diesem Rauschtyp zuordnen, dem insgesamt etwa 20 Prozent der Menschen angehören.

Mr. Hyde:
Wie die Bezeichnung dieser Spezies schon andeutet, werden die Leute, die ihr angehören, wenn sie dicht sind zu wahren Monstern, feindselig, gemein und mitunter auch aggressiv. Das Verantwortungsbewusstsein wird wie eine Kerze ausgeblasen, der Intellekt schmilzt förmlich dahin. Vielleicht erklärt das auch die häufigen Blackouts. Oder es ist nur eine Ausrede, um behaupten zu können, am nächsten Morgen von nichts mehr zu wissen. Denn Mr. Hydes sind im Dr.-Jekyll-Zustand üblicherweise recht liebenswert und umgänglich. Ganze 23 Prozent der Menschen gehören dieser Gattung Trinker an, davon sind zwei drittel Frauen!