Okay, wir sind jetzt mal ganz ehrlich: Die Autoren von mann.tv trinken gerne, oft und viel zu viel Bier. Das macht uns zwar nicht unbedingt zu guten Vorbildern, aber es hilft ungemein bei der Themenfindung. Und so entdeckten wir auch einen Artikel des britischen Online-Magazins Alcohol Gifts, dessen Autoren sich die Mühe gemacht haben, einmal zusammenzufassen, was Bier innerhalb der ersten 24 Stunden in und mit unserem Körper so anstellt.

Die ersten paar Minuten
Ganz unspektakulär muss der aufgenommene Alkohol erstmal quasi den öffentlichen Bus in Richtung Magen nehmen. Von dort aus geht es schließlich in den Blutkreislauf, welcher ihn nach und nach durch den gesamten Körper pumpt. Und das bedeutet natürlich auch: ins Gehirn und in die Muskeln.

10 Minuten
Mittlerweile hat unser Körper bemerkt, dass der Alkohol gar keine Fahrkarte hat. Er klassifiziert den Schwarzfahrer als Gift und setzt ein Enzym frei, um sich von diesem wieder zu befreien.

15 Minuten
Eines dieser Enzyme namens „Alkoholdehydrogenase“ beginnt seine Schicht direkt vom Magen aus, wo es unter Mithilfe der Leber den Alkohol in seine Bestandteile zerlegt. Hier entspringt bereits der Kater, unter dem wir am nächsten Tag leiden, da bei diesem Prozess die giftige Substanz „Acetaldehyd“ entsteht. Grundsätzlich wäre das okay, aber da wir ja nun mal dazu neigen, mehr zu trinken, als die Leber verarbeiten kann, werden wir infolgedessen irgendwann betrunken.

20 Minuten
Der unverarbeitete Alkohol hat sich seinen Weg ins Gehirn gebahnt und erzeugt nun erstmals das jedem sicherlich wohlbekannte, beschwingte Glücksgefühl.

45 Minuten
Jetzt kommt der spaßige Teil, denn zwischen der 45. und 90. Minute nach dem ersten Bier ist die Konzentration des Alkohols im Blut am höchsten.

60 Minuten
Der Spaß wird durch gehäufte Klogänge immer wieder unterbrochen. Das liegt daran, dass Alkohol harntreibend wirkt, was zu diesem Zeitpunkt auch die Niere bemerkt, welche diesen direkt an die Blase weiterleitet. Das wiederum führt zur Dehydrierung des Körpers. Sollte man an dieser Stelle aufhören zu trinken, wird man ferner plötzlich äußerst müde und verdammt schlecht schlafen.

12 – 24 Stunden
Der Körper rächt sich mit Kopfschmerzen, Schwindel, Brand, Blässe, Zucken und Übelkeit dafür, dass wir dehydriert zu Bett gegangen sind. Und als wenn das nicht schon genug des Übels wäre, ist er immer noch damit beschäftigt, den Restalkohol aus dem Metabolismus zu filtern. Ein energiezehrender Kraftakt, der erwiesenermaßen ab dem 30. Lebensjahr immer länger andauert.