Aktion „Krach für Kilian“: Tausende Biker machen krebskrankem Kind eine Freude – Nachdem ein Kind aus einem Ort in Ostfriesland schwer an Krebs erkrankte, folgten tausende Menschen einem Aufruf in den sozialen Netzwerken, um dem kleinen Kilian eine Freude zu machen. Der Junge ist nämlich ein riesiger Motorradfan. Und so kam es dann, dass an einem Samstag mehr als 10.000 Bikes durch das sonst so beschauliche Rhauderfehn knatterten.

Der sechsjährige Kilian war im Januar an Lymphom-Krebs erkrankt. Sämtliche Versuche, den Tumor zu entfernen, schlugen fehl, so dass die Ärzte den Eltern schließlich mitteilen mussten, dass keine Hoffnung mehr auf eine Heilung besteht.

Freunde der Familie riefen daraufhin die Aktion „Krach für Kilian“ ins Leben, in der Hoffnung dem kleinen Motorradnarr damit eine Freude bereiten zu können.

Und tatsächlich folgten tausende Biker aus ganz Deutschland dem Aufruf

Einer Polizeisprecherin zufolge sei die genaue Zahl nur schwer einzuschätzen gewesen. Es sei sogar möglich, dass am Ende über 20.000 Biker vor Ort waren. Doch das störte niemanden. Ganz im Gegenteil, habe es doch von Seiten der Bevölkerung viele positive Rückmeldungen zu der Aktion gegeben.

Und so wurde die von der Polizei angeführte Kolonne dann auch von zahlreichen applaudierenden Schaulustigen willkommen geheißen.

Um dem gigantischen Aufmarsch an Motorrädern Herr zu werden, richtete die Polizei mehrere Treffpunkte für die Biker ein, um sie von dort aus schließlich an dem Wohnhaus der Familie vorbeizuführen.

Ganze drei Stunden sollte es dauern, bis alle Hobel die Strecke einmal gefahren waren

Kilians Vater war nach eigenen Angaben überwältigt vom Erfolg der Aktion. Sein sechs Jahre alter Sohn habe sich mehrfach am Fenster gezeigt und den Tross beobachtet. 

Zwar kam es zu Verkehrsbehinderungen, einem kleinen Unfall und einigen Verstößen gegen die Helmpflicht, ansonsten hätten sich der Großteil laut Polizei jedoch „vorbildlich verhalten“.

Quelle: stern.de