Niemand redet gerne über Blähungen und Darmgase in feiner Gesellschaft, aber sie sind eine Tatsache unseres Lebens. Noch schädlicher, als sich unter Menschen mit einem abgegangenen Lüftchen zu blamieren, kann es aber sein, sich die Pupse zu verkneifen oder zu „klemmen“ – denn dies kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.

15 Mal oder mehr am Tag furzt der durchschnittliche Mensch, je nachdem, was er gegessen oder getrunken hat – bis zu einem halben Liter Darmgase werden dabei frei. Eine ganz schöne Menge, die naturgemäß ihren Raum fordert. Bekommt sie ihn nicht, kann das ungesund werden, wie eine Ärztin erklärt. Denn was auf dem einen Wege nicht aus dem Körper gelangt, sucht sich den anderen selbst.

„Das Beste für die Gesundheit ist …“

Einer dieser Ausgänge könnte euer Mund sein – nicht die appetitlichste Vorstellung, aber Darmgase können tatsächlich aus dem Mund den Körper verlassen. Dies betont auch Clare Collins, Professorin für Ernährung und Diätetik an der New South Wales University in Australien. Gegenüber „The Conversation“ erläuterte sie: 
„Wenn Sie das nächste Mal spüren, dass sich ein großes Volumen an Darmgas darauf vorbereitet, das zu tun, was es nun mal tut, versuchen Sie, an einen günstigeren Ort zu gelangen. Ob Sie es nun dorthin schaffen oder nicht, das Beste für Ihre Verdauungsgesundheit ist, es einfach loszulassen.“

„… einfach loszulassen.“

Tut man aber das nicht, so kann das Folgen haben, wie Collins erläutert: „Eine Ansammlung von Darmgas kann eine abdominale Distension auslösen, wobei etwas Gas in den Kreislauf zurückgeführt und dem Atem beigemengt wird. Zu langes Festhalten bedeutet, dass der Aufbau von Darmgas irgendwann über einen unkontrollierbaren Furz entweichen wird.“

Auch könne durch das Einhalten der Gase eine chronische Darmentzündung ausgelöst werden, die unangenehme Divertikulitis, die böse und sogar bösartige Konsequenzen haben kann. Also tut eurer Gesundheit lieber einen Gefallen und lasst los – und euren Mitmenschen, indem ihr dafür rausgeht.

Quelle: ladbible.com