Für viele Menschen stellt das Fliegen eine extrem stressige Situation dar, selbst für solche, die nicht unter einer echten Flugangst leiden. Kommt dann eine zweite Extremsituation hinzu, kann die Belastung enorm werden. So wie in dem nun folgenden Video, dass ein komplett entnervter Passagier auf einem Langstreckenflug von Deutschland in die USA filmte. Es zeigt einen Dreijährigen, der den kompletten Flug über schreit. Mutmaßlich ohne eine einzige Minute Pause. Ein absoluter Albtraum und nicht nur für solche Menschen mit Flugangst an Bord dieser Maschine muss es eine echte Tortur gewesen sein…

Es gibt nur wenige Laute, die so durchdringend sind, wie die Schreie kleiner Kinder. Das ist für die Eltern selbst schon hart zu ertragen, aber für Fremde kann es eine wahre Qual sein. Vor allem, wenn man höflich bleiben und sich nicht in die Erziehung anderer Leute einmischen möchte. Auf besagtem Lufthansa-Flug hat niemand dem Geschrei des Dreijährigen ein Ende gesetzt – einschließlich der eigenen Mutter. Der US-Passagier und Filmemacher Shane Townley filmte das Ganze entnervt und ließ die Kamera immer wieder mitlaufen – acht Flugstunden lang. Auf den Aufnahmen hört man unter anderem, wie die Mutter darum bittet, dass das WLAN eingeschaltet wird. Mit dem iPad möchte sie das Kind mit Filmen ablenken. 

Doch auch dies scheitert, die Maschine hat kein W-Lan. Der Kleine hört nicht auf zu schreien. Darf man dem Video des Passagiers Glauben schenken, bricht irgendwann inmitten des Fluges das reine Chaos aus, weil auch andere Kinder zu kreischen beginnen, mit dem Jungen zusammen über die Flure der Maschine turnen und auf den Sitzen herumkraxeln. Während des ganzen Fluges soll die Mutter nicht einmal eingeschritten sein, bis auf ein „Beruhige dich, Schatz“ hört man im Video auch nichts aus ihrer Richtung, dass die Situation entschärfen könnte. Bis zur Landung auf dem US-Flughafen Newark, wo die anderen Passagiere endlich ihre malträtierten Nerven ausruhen konnten. 

Interessanterweise hat man bislang auch nichts davon gehört, dass irgendeiner der anderen Mitreisenden dem Kind Grenzen gesetzt oder der Mutter während des Fluges Vorwürfe gemacht hätte. Das wäre wohl nicht bei jedem so gelaufen…

Quelle: spiegel.de