Das Rauchen an öffentlichen Orten ist nun schon lange verboten, doch vielen Aktivisten und Regierungsvertretern gehen diese gesundheitsfördernden Entscheidungen nicht weit genug. Auch hierzulande mehren sich die Forderungen nach einem vollständigen Rauchverbot. In einem anderen Land gibt es bereits einen aktiven Plan, das Rauchen bis 2025 vollständig abzuschaffen.

In Neuseeland hat man sich diese Agenda auf den behördlichen Tagesplan gesetzt. Befürworter und Akademiker verlangen von der Regierung dort, weniger schädliche Alternativen zum Rauchen wie das Dampfen und E-Zigaretten stärker zu fördern, um Rauchern beim Aufhören zu helfen. Die Raucherquoten der Bevölkerung sollen laut den Plänen der Regierung bis 2025 auf unter 5 Prozent fallen – jetzt liegen sie bei 16 Prozent.

Bis ein von der Regierung geplantes vollkommenes Verkaufsverbot für Zigaretten durchgesetzt werden kann, wird die Tabaksteuer in dem Land immer wieder drastisch erhöht, um sich dem geplanten Ziel anzunähern – und die starken Steuereinnahmen zur gesundheitlichen Schadensminimierung und zur Unterstützung von Familien auszugeben. 5000 Todesfälle im Jahr sollen so in Neuseeland vermieden werden.

Umgerechnet 18 Euro pro Schachtel

Das geplante Verbot müsste noch in diesem Jahr im neuseeländischen Parlament diskutiert und umgesetzt werden, damit das Verkaufsverbot für Zigaretten bis 2025 wirklich in Kraft treten kann – diese würden dann zuerst aus Tante-Emma-Läden und Spirituosengeschäften verbannt, später sollen auch andere Verkaufsstellen von Glimmstängeln befreit werden. Bis es so weit ist, steigt die Steuerlast auf Zigaretten jährlich um zehn Prozent an.

Eine 20er-Schachtel schlägt momentan mit 30 NZ-Dollar zu Buche – satte 18 Euro. Nichts gegen den Preis in Australien, dort zahlt man umgerechnet sogar bereits 26 Euro dafür. So wollen die Länder das Rauchen zumindest finanziell jetzt schon komplett untragbar machen – erhöhen damit aber auch die Beschaffungskriminalität. Man darf gespannt sein, wie sich die Dinge bis 2025 in Neuseeland entwickeln – und ob so ein Musterfall geschaffen wird.

Quelle: nzherald.co.nz