9-Euro-Ticket: Polizei soll überfüllte Züge räumen – Der Verkaufsstart des 9-Euro-Tickets am vergangenen Montag war ein gigantischer Erfolg. So wanderten bis dato mehr als eine Million der stark vergünstigten Monatskarten über die Fahrkartenschalter. Kein Wunder, war das Interesse an den Tickets doch im Vorfeld bereits riesig.

Das 9-Euro-Ticket ist Teil der Entlastungsmaßnahmen der Bundesregierung, um bei den Verbraucherinnen und Verbrauchern eine Entlastung mit Blick auf die allerorts steigenden Kosten zu schaffen. Die Politik erhofft sich mit dieser Aktion aber auch, dass immer mehr Menschen davon überzeugt werden, auf klimafreundlichere Bus- und Bahnfahrten umzusteigen.

Polizei befürchtet Sicherheitschaos

Der Ansturm war jedenfalls riesig auf die für drei Monate, von Juni bis August, geltende 9-Euro-Fahrkarte groß. Doch nun befürchten die obersten Polizeigewerkschafterinnen und -gewerkschafter ein großes Problem. Denn durch die gigantische Nachfrage hat man Angst, dass die vergünstigten Tickets ein Sicherheitschaos durch überfüllte Züge auslösen.

Daher sehen sie vor, dass die Bundespolizei im Extremfall einschreitet, wenn ein Zug massiv überfüllt ist, um diesen räumen zu lassen. So erklärte der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, gegenüber „Bild“: „Wenn die Verkehrsbetriebe mit den Menschenmassen überfordert sind, muss die Bundespolizei eingreifen.“

Auch dessen Vize, Manuel Ostermann mahnt: „Aus sicherheitsspezifischer Sicht kann das 9-Euro-Ticket eine Katastrophe werden.“

Quelle: bild.de