„8 Bläserinnen gratis zu testen“: Bordell veranstaltet öffentlichen Blowjob-Wettbewerb – Wenn in der schweizerischen Gemeinde Oberentfelden von der alljährlichen „Blas-Meisterschaft“ die Rede ist, geht es dabei mitnichten um einen Wettbewerb unter Volksmusikern, sondern genau um das, was der pubertäre Verstand bereits im ersten Moment vermutet hat.

Der Sauna-Club „Sex-Park“ kürt nämlich seit nunmehr über zehn Jahren in einem öffentlich ausgetragenen Contest die „Miss Blowjob“ – doch dagegen regt sich nun Widerstand.

Die Veranstalter bewerben das Event folgendermaßen: „Immer im Mai veranstalten wir die inzwischen schon legendäre Blow-Job Party. An diesem ausgefallenen Event ist nichts wie sonst im Sex-Park. Jeder Gast ist eingeladen die Blaskünste von acht Top Blow-Job Spezialistinnen, welche öffentlich um die Wette blasen, zu geniessen [sic]und zu testen und das dazu noch gratis.“

„Jede der Teilnehmerinnen möchte den begehrten Titel der „Miss Blow-Job“ gewinnen.“

Auf Plakaten ist von dem größten „Blowjob-Contest der Schweiz“ die Rede, im Netz wird mit Sätzen wie „Zwischen den Blow-Job Contest Runden sorgen die anderen Girls mit ihren gewohnt verführerischen Shows dafür, dass nie die erotische Spannung abfällt“ geworben.

Schweizer Politiker wollen nun aber dagegen vorgehen, dass Frauen öffentlich sexuelle Handlungen an Männern vornehmen.

Christina Bachmann-Roth, Präsidentin der Partei „Die Mitte Frauen Schweiz“ erklärte gegenüber „Blick“:

„Diese Meisterschaft ist eine Schande! Ein Skandal. Eine öffentliche Demütigung von Frauen.“ Sie bezeichnete es als „ungeheuerlich, dass solch ein Event schon seit über zehn Jahren durchgeführt“ werde.

„Stellen wir uns vor, diese Frauen wären unsere Töchter. Ganz schrecklich [...] Wir dürfen auf keinen Fall zulassen, dass Frauen in Oberentfelden so gedemütigt werden.“

Der Veranstalter wiegelt die Vorwürfe allerdings ab: „Wir führen den Sex-Park seit zwölf Jahren und es gab noch nie eine Reklamation von Anwohnern oder der Gemeinde. Es gab auch noch nie einen negativen Vorfall.“

Negative Reaktionen seien „unnötig, denn die Frauen machen dies freiwillig – es hätten sogar noch mehr mitmachen wollen als die acht, die am 21. Mai mit von der Partie sind.“

Zudem seien die Frauen „ganz normal als Arbeiterinnen angemeldet und bezüglich Krankheiten auch getestet“, und bekämen etwas vom Gesamteintritt ab – der beträgt 90 Franken, also rund 88 Euro, inklusive nichtalkoholischer Getränke und Buffet. 

„Kritik, dass wir sexistisch oder frauenfeindlich wären, lassen wir nicht zu – auch nicht zur Wortwahl auf unserem Plakat. Solche Wörter sind sogar auf einem Schulhof bei Zehnjährigen gang und gäbe.“

Im Gespräch mit „Blick“ ergänzt er, das schließlich „praktisch jeder Mann schon mal im Netz einen Porno gesehen hat oder in einem solchen Club war – wenn auch nur als Zuschauer, der nebenbei noch etwas Essen und Trinken möchte“.

Und tatsächlich scheint die zuständige Gemeindevertretung mit der Veranstaltung kein Problem zu haben.

So zitiert „Blick“ den Gemeindeammann Markus Bircher, der als eine Art Ortsvorsteher fungiert, mit den Worten, dass es sich um „ganz legale Arbeit, der diese Frauen nachgehen“ handele.

„Da können wir wirklich keinen Einfluss nehmen. Von dem her ist das sicher vertretbar.“ Er selber behauptet übrigens, nie bei einer derartigen Veranstaltung zu Gast gewesen zu sein.

Quellen: stern.de , tag24.de , blick.ch , sex-park.ch