61-Jähriger entführt Teenagerin: Spezielles Handzeichen rettet sie – Bei all der berechtigten Kritik an den sozialen Medien haftet diesen durchaus auch etwas Gutes an, wie ein Fall aus den USA kürzlich bewiesen hat. Dort hat eine Handgeste einem Mädchen vermutlich das Leben gerettet, welche dieses zuvor auf TikTok gelernt hatte.

Am 04. November war ein Autofahrer in US-Bundesstaat Kentucky auf einer Schnellstraße unterwegs, als er auf einen silbernen Toyota aufmerksam wurde.

Ein Sprecher des Sheriff-Büros von Laurel County erklärte: „Der Fahrer habe beobachtet, dass eine weibliche Beifahrerin im Fahrzeug Handgesten macht, von denen auf der Social-Media-Plattform TikTok bekannt ist, dass sie bei häuslicher Gewalt eingesetzt werden sollen und bedeuten: Ich brauche Hilfe – häusliche Gewalt.“

Glücklicherweise wusste der Mann die Geste zu deuten und alarmierte die Polizei, da das Mädchen „in Not zu sein schien“. Er verfolgte den Wagen weiter und hielt die Behörden unterwegs auf dem Laufenden, so dass es den Beamten schließlich gelang, das Fahrzeug aufzuhalten.

Bei der Überprüfung stellten sie fest, dass das Mädchen bereits vor Tagen von ihren Eltern als vermisst gemeldet worden war.

Der 61-jährige Fahrer des Wagens wurde laut der Polizei sofort festgenommen.

Den Ermittlern berichtete die Teenagerin später, dass sie den Entführer kannte und anfangs freiwillig mit ihm mitgegangen sei. Sie seien bereits durch vier Bundesstaaten gefahren, bis es ihr schließlich gelungen war, in Kentucky die Aufmerksamkeit eines Autofahrers zu erregen.

Wie es heißt, wurde die rettende Geste im letzten Jahr von der „Canadian Women's Foundation“ eingeführt und hat sich seither auch im Rest der Welt verbreitet, um diskret auf eine Notsituation hinweisen zu können.

Und so funktioniert es:

Zunächst hält man die offene Handfläche mit nach oben ausgestreckten Fingern in Richtung desjenigen, dem man das Signal geben will. Dann klappt man den Daumen in die Handfläche und schließt die restlichen Finger darum, als wolle man den Daumen einsperren.

Quellen: focus.de , welt.de