4 Tage mehr Jahres-Urlaub:  Chef belohnt Nichtraucher – Für die Nichtraucher vieler Unternehmen ist es ein unausgesprochener Konflikt in ihrem Arbeitsalltag: Während sie durcharbeiten, legen viele Kollegen gerne mal die eine oder andere Zigarettenpause ein, was nichtrauchende Mitarbeiter frustrieren kann. Doch ein Chef ist sich dieser Problematik bewusst – und hat eine ganz eigene Lösung dafür gefunden.

Don Bryden aus dem britischen Stratton in der Region Wiltshire hat eine ebenso einfache wie für Nichtraucher verlockende Art, mit den Rauchpausen seiner Mitarbeiter umzugehen: Wer ein Jahr lang die Finger von der Kippe lässt oder ohnehin schon immer Nichtraucher war, bekommt in seinem Unternehmen satte vier Tage Jahresurlaub mehr.

Grundlage seines Systems:

Bryden geht schlicht davon aus, dass die zusammengenommenen Zigarettenpausen der Raucher bis zu eine Stunde Arbeitszeit am Tag ausmachen. Diese rechnete der Boss einfach auf ein Jahresmittel hoch, wie er der Lokalzeitung „Swindon Advertiser“ in einem Interview berichtete:

„[Die Raucher] haben vier, fünf oder sogar zehn Zigaretten am Tag und brauchen jedes Mal etwa zehn Minuten draußen. Ich habe die anderen Kollegen in den Pausen beobachtet und die sind immer am Telefon, tippen und versuchen, ihre Arbeit zu erledigen, also dachte ich, sie sollten entschädigt werden“, so Bryden. Er offenbarte dem Blatt auch, dass einige seiner Mitarbeiter nach der Entscheidung alles andere als erfreut reagierten und zu kündigen drohten.

Andere hatten eine andere Art, mit Don Brydens Methode umzugehen – und erklärten sich kurzerhand abstinent: „Lustigerweise betonten bei meiner Ankündigung einige der Arbeiter, dass sie ja gar nicht mehr rauchen würden, aber so funktioniert das nicht. Wenn sie das Rauchen für zwölf Monate aufgeben können, gebe ich ihnen die vier Tage extra.“ 

Einer der Mitarbeiter, Krzystof Krzywozeka, gegenüber der Zeitung: 

„Don erwähnte es vor ein paar Wochen, aber ich dachte, er würde das nur andeuten und nichts würde passieren. Es ist absolut erstaunlich, ich finde, es ist eine großartige Idee.“ 

Bryden fasst seine Philosophie, mit der er sich unter seinen Angestellten nicht nur Freunde gemacht hat, wie folgt zusammen: „Ich arbeite seit 20 Jahren für die Personalbeschaffung für nationale und private Unternehmen, und die meiste Zeit wird man benutzt und ausgenutzt und man wird lediglich eine Nummer. Ich versuche, den Mitarbeitern etwas zurückzugeben, kleine Anreize, um sie zu ermutigen.“
 

Quelle: unilad.co.uk