1-G-Regel: Erster Gastronom lässt nur noch Geimpfte rein – Während im Zuge der Corona-Pandemie derzeit noch fleißig über Sinn und Unsinn der 2G-Regel debattiert wird, geht ein Gastwirt bereits einen Schritt weiter, und führt die 1G-Regel ein: Wer ab Ende September in die „Fischerhütte am Schlachtensee“ im Südwesten Berlins will, muss geimpft sein!

Gastronom Josef Laggner erklärt der „Bild“: „Bei uns kommen nur noch Geimpfte rein. Da gehe ich auf Nummer sicher.“

Zwar sind die Wiesn in München abgesagt worden, das hindert Laggner aber nicht daran, in seinem Lokal vom 24. September bis Ende Oktober sein eigenes Oktoberfest zu veranstalten. Um das Infektionsrisiko so gering wie möglich zu halten, habe er dazu „freiwillig unsere eigene 1G-Regel eingeführt“.

Die jüngst vom Berliner Senat für Tanzveranstaltungen eingeführte 2G-Regelung ermöglicht zwar Feiern ohne Maske, geht dem Gastwirt aber nicht weit genug.

„Ich bin für meine Gäste verantwortlich“, erklärt er. „Beim Oktoberfest geht es lustig zu. Es wird gesungen, geschunkelt, auf den Bänken gestanden.“

Laggner weiter: „Ich bin nicht daran interessiert, Gäste auszuschließen. Aber mit der 2G-Regel müsste ich kontrollieren, wann ein Genesener infiziert war. Und dann soll ich einschätzen, ob die Immunabwehr gegen das Virus noch ausreichend ist. Das kann ich und will ich nicht. Ich bin kein Arzt, sondern Gastronom.“

Mit diesem Problem ist Laggner nicht alleine.

In Hamburg wurde zuletzt für Gastronomen und Veranstalter die 2G-Regel auf freiwilliger Basis eingeführt, dank der die Abstandsregeln obsolet werden. Hessen, Brandenburg und Baden-Württemberg sollen folgen, während man in Rheinland-Pfalz eine 2G-Plus Regel anstrebt, die Einschränkungen für Ungeimpfte vorsieht.

Bayern hält zwar bislang an 3G fest, allerdings hält Ministerpräsident Söder eine 2G-Regelung in Bayern für „theoretisch möglich und nicht verboten, aber nicht vom Staat vorgeschlagen“.

Laggner soll es Recht sein: „Die Politik braucht es jetzt nicht mehr. Es gibt einen Impfstoff. Und mit dem können wir alle unsere Freiheit, unseren Spaß und unsere Feste wiederhaben.“

Quelle: bild.de