Es mag skurril, ja beinahe schon ein bisschen gruselig anmuten, wenn man die 40 überschritten hat, und deswegen eine Einleitung wie diese verfassen muss, doch es gibt tatsächlich junge Menschen, die nicht wissen, was ein Flipperautomat ist. Im Zeitalter von „Fortnite“ und Instagram gehören diese für manche bereits zu den Museumsstücken. So auch für den Mann aus diesem Video – allerdings im positiven Sinne. Denn er bewahrt sie.

„Flipper“ heißen die Automaten übrigens wegen der „Flossen“, also der Hebel, die auf Knopfdruck erlauben, eine Stahlkugel gegen die Schwerkraft wieder zurück ins Spielfeld zu katapultieren um dort durch das Berühren verschiedener Kontakte, Tore, Praller und Rampen Punkte zu verdienen. Michael Schiess kann freilich auf eine solche Erläuterung des Ganzen verzichten. Er ist ein absoluter Enthusiast, wenn es um das Thema Flipperautomaten geht.

Schiess repariert die Klassiker nicht nur eigenhändig, sondern hat in seinem „Pacific Pinball Museum“ eine unfassbare Sammlung von bereits mehr als 1700 der Arcade-Maschinen angehäuft. Diese stellt er in einer Mini-Dokumentation den Journalisten von „Wired“ vor und zeigt einige absolut unvergessene Klassiker. Wer auch nur ansatzweise etwas mit dem Thema anfangen kann, sollte sich das nicht entgehen lassen.