Für alle Interessierten an deutscher Geschichte kommt jetzt eine Dokumentation in die Kinos, die einiges an Aufsehen erregen wird. Wie der Titel „Wer war Hitler“ bereits verrät, widmet sich die über dreistündige Doku einem Mann, der wohl die düsterste Zeitgeschichte Deutschlands geschrieben hat – Adolf Hitler. Natürlich ist eine Dokumentation über den Diktator des Deutschen Reiches nichts Neues und es gibt sie zuhauf, allerdings wählt Regisseur Hermann Pölking in „Wer war Hitler“ einen anderen Ansatz. Er will das „Phänomen“ Adolf Hitler in einer Art Biografie erzählen, in der ausschließlich Zeitgenossen und Hitler selbst zu Wort kommen. Einen ersten Eindruck gibt es nun mit dem Trailer zu dieser interessanten, wenn auch kontroversen Dokumentation.

Hermann Pölking hat sich derweil alle Mühe gegeben, in „Wer war Hitler“ ein authentisches Bild des Diktators zu zeichnen. Das auch mit originalen Aussagen aus Tagebüchern, Briefen, Reden und Autobiographien, die mit neuem, weitgehend unveröffentlichtem Archivmaterial montiert werden. Dafür wurden ausschließlich Originalfilme, vor allem Amateuraufnahmen mit privatem, nichtstaatlichem Bildmaterial, verwendet. Worauf Pölking fast gänzlich verzichtet, sind Fotografien. Interviews, nachgestellte Szenen, Grafiken oder technische Spielereien sind gar nicht zu sehen, was diese Doku von der Masse abhebt. Pölkings Recherche umfasste dabei 120 Archive in 14 Ländern und rund 850 Stunden Filmsichtung.

Sein verwendetes Filmmaterial wurde dabei neu in HD, 2k und 2,3k abgetastet, restauriert und technisch bearbeitet. Die originale Länge der Hitler-Doku kommt übrigens auf eine Laufzeit von satten siebeneinhalb Stunden. Für die Kinoversion kommt „Wer war Hitler“ aber immer noch auf 196 Minuten und wird ab dem 16. November 2017 hierzulande zu sehen sein. Wir sind sehr gespannt, wie reflektiert und inhaltsreich dieser Dokumentarfilm werden wird – und ob er am Ende für die filmische Vermittlung von Zeitgeschichte wirklich neue Wege weist!