Wer kennt ihn nicht – Stefan Raab. Er war einer der Kultmoderatoren im deutschen Fernsehen und hatte eine unvergleichliche TV-Karriere. Nach mehr als 16 Jahren beendete Stefan Raab Ende 2015 seine Karriere als Entertainer. Seitdem wird er schmerzlich im TV vermisst und Millionen von Fans wünschen sich Raab zurück. Doch was macht der ehemalige Moderatorstar heute eigentlich? So ganz weg ist er nämlich nicht.

Vor allem, weil Stefan Raab sich einen Namen als Tausendsassa und Mastermind gemacht hat. Ein Mann, der vieles kann und das meiste, was er anfasst, zum Erfolg mutiert. Nach einer Metzgerlehre zog es ihn rasch in die Welt der Musik. Schließlich wollte er sein Talent als Multiinstrumentalist nicht verpuffen lassen. So komponierte er ab 1990 zahlreiche Jingles für Radio- und Fernsehen.

Einige Jahre später erkannte Fernsehproduzent und Medienmanager Markus Wolter Stefan Raabs Talent und stellte ihn 1993 als Moderator ein. Das für die damalige Erfolgssendung „Vivasion“ des Musiksenders VIVA, wo Raab sich als blödelnder Entertainer bis 1998 einen Namen machte.

Mit TV Total zum Kult-Status

In den Folgejahren mutierte Stefan Raab dann mit seiner eigenen Show „TV Total“ zum Star des deutschen Fernsehens. Diese Show diente ihm allerdings auch als Fundament, sowohl eigene Shows zu kreieren als auch zu bewerben. So entstanden infolgedessen neben dem allseits beliebten „Schlag den Raab“ Shows wie „Die TV Total WOK-WM“, „Bundesvision Song Contest“, „Schlag den Star“, „Unser Star für Oslo“, „Die TV Total Bundestagswahl“, „Das TV Total Turmspringen“, „Die absolute Mehrheit“ oder „Die TV Total Stock Car Crash Challenge“ – und einiges mehr.

Doch es waren nicht nur seine Shows, sein Humor oder seine unvergleichliche Art, die ihn zum Kultstar machten. Auch etliche Blödel-Songs wie „Wadde hadde dudde da?“, „Böörti, Böörti Vogts“ oder „Maschendrahtzaun“ wurden zu Hits. Ein echter Tausendsassa eben, der nach seinem Aus vor der Kamera aber weiterhin aktiv ist.

Live auf der Bühne – Ein Stefan Raab steht niemals still

So stand er zum Beispiel 2016 mit Udo Lindenberg auf der Bühne, wo er am Schlagzeug saß bei einem seiner Auftritte. Später nahm er an einer Konferenz für Start-up-Unternehmen teil, wo er Gastbeiträge abhielt. 2018 gab es dann sogar ein Stefan Raab-Comeback im Fernsehen mit der Erfinder-Show „Das Ding des Jahres“. Allerdings nicht vor der Kamera, sondern als Entwickler und Produzent des Formats. Allerdings war es kein sonderlicher Erfolg und im Vergleich zu seinen damaligen Shows, an denen er aktiv teilnahm, sogar ein Flop.

Wesentlich erfolgreicher war seine Wiederkehr auf die Bühne noch im selben Jahr mit seinem Liveprogramm „Stefan Raab live!“ in der Kölner Lanxess Arena. Seitdem ist es wieder ruhig um den einstigen Superstar des Entertainments geworden. Im Mai zog Stefan Raab vor Gericht, um durchzusetzen, dass er Anteile an der Produktionsfirma Brainpool an ein französisches Unternehmen verkaufen dürfe – und gewann. Die Anteile an der Tochterfirma Raab TV hält Stefan Raab aber weiterhin.

Fans wünschen sich Comeback von Stefan Raab

Ob es irgendwann wieder eine Rückkehr ins Fernsehen geben wird, bleibt weiterhin ein Mysterium. Dabei würden Fans sicherlich in Jubelarien ausbrechen, wenn Raab himself wieder in den Ring steigen würde bei Formaten wie „Schlag den Star“. Es bleibt spannend und bei Stefan Raab weiß man nie, was in seinem kreativen Geist so abgeht. Bis dahin wird es sich Stefan Raab in seinem Heim im Kölner Stadtteil Hahnwald mit seiner Familie gutgehen lassen. Hoffen wir aber, dass ihn irgendwann wieder das Fernsehfieber packt!