Es ist schon schade, dass bis auf die Filme von Ausnahmeregisseuren wie Quentin Tarantino, sowie ein Aufbäumen ab und zu, der Western nahezu vollständig aus der Popkultur verschwunden ist. Gibt es doch kaum ein anderes Filmgenre, das den Kampf Gut gegen Böse auf so wunderbar einfache Weise inszenierte und absolute Helden mit weißer Weste auf diabolische Schurken losließ – oder eben umgekehrt. Fakt ist: Ein zünftiges Duell gehört zum Wilden Westen wie der Peacemaker und die Pferdetränke.

Terence Hill, ausnahmsweise ohne seinen fülligen Begleiter Bud Spencer, spielt in den Nobody-Filmen solch einen Helden – wenn dieser Tunichtgut auch eher Held wider Willen ist. In ‘Nobody ist der Größte‘ dürfte dieser Heldenmut des blonden Schauspielers gleich doppelt gefragt gewesen sein – nicht nur der seiner Figur, sondern auch im wahren Leben von Hill selbst. Stand er doch mit niemand Geringerem als dem als Wüterich und absoluter Choleriker bekannten Klaus Kinski vor der Kamera.

In dieser legendären Szene spielen die beiden gegeneinander Poker – und sagen wir‘s mal so: Kinski in seiner Rolle als Doc Foster ist vieles, aber a) kein besonders großzügiger Verlierer und b) auch ansonsten kein besonders netter Kerl. Es kommt, wie es kommen muss: Ein Duell auf offener Straße soll die gekränkte Ehre des Dunkelmannes mit dem gnadenlosen Ruf wiederherstellen. Doch dies wäre kein Terence-Hill-Film, wenn es wirklich so käme. Ein wahrhaft legendärer Showdown.