Saturday Night Live. An Kultszenen ist die Show, die sich in ihrer Heimat, den USA, seit der Erstausstrahlung 1975 (!) ungebrochener Beliebtheit erfreut, nicht arm. Insbesondere die Sendungen, in denen der Gesichtsakrobat Jim Carrey auftrat, waren Highlights und Publikumslieblinge. So wie dieser Auftritt der „Roxbury Guys“, bei dem Carrey den dritten Mann neben Will Ferrell und Chris Kattan gab. Eine Szene, die beim Publikum dermaßen einschlug, dass später ein Kinofilm mit den Figuren folgte. Die beiden Brüder Dog und Steve Butabi, die im Polyester-Jacket mit ihren Koksnasen und dem versteinerten Grinsen mit verschiedenen Gaststars tanzen gingen und dabei Partygäste belästigten, kennen viele.

Dass dazu der Ohrwurm ‘What is Love’ von Haddaway lief, meißelte die „Roxbury“-Sketche, in denen unter anderem auch Tom Hanks oder Sylvester Stallone auftraten, ins popkulturelle Gedächtnis der 90er Jahre. Es ist schade, dass wir in Deutschland nie ein wiederkehrendes Comedy-Format hatten, das es auch nur im Ansatz mit den Nummern der Talentschmiede „SNL“ aus den USA aufnehmen konnte. Viele Kinogänger hierzulande, die US-Komödien lieben, wissen oftmals nicht, wie viele überragende Talente im Lauf ihrer Karriere einen Anfang/Zwischenstopp bei „SNL“ hingelegt haben.

So etwa Bill Murray, Dan Aykroyd, John und Jim Belushi, Eddie Murphy, Randy Quaid, Robert Downey Jr., John Lovitz, Dana Carvey, Ben Stiller, Mike Myers, Chris Rock, Chris Farley, Adam Sandler, Will Ferrell, Jimmy Fallon, Tina Fey oder Jason Sudeikis, um einen Bruchteil zu nennen. Hinzu kommt, dass das Format wöchentlich von einem berühmten Gastgeber präsentiert wird, was die Starpower noch mal steigert. Doch nur wenige davon hinterließen einen dermaßen bleibenden Eindruck wie Grimassengott Jim Carrey mit seinen herrlichen Verrenkungen. Überzeugt euch selbst.