Einen Satz heiße Ohren bekommen. Eine kassieren. Sich ‘ne Maulschelle einfangen. Eine Backpfeife oder eine an die Goschen kriegen. Ne ordentliche Wämmsung einfahren. Eine Klatsche, Watsche, Fotz’n, Tätschen oder Knallschote kassieren. Für die gute alte Ohrfeige gibt es derart viele Namen, dass man hier den ganzen Tag so weitertippen könnte. Doch in Perfektion beherrscht sie wirklich nur einer: Terence Hill – in sämtlichen seiner Filme.

Nehmen wir zum Beispiel den absoluten Western-Klassiker unter den Streifen, die der Mann mit den strahlend blauen Augen ohne seinen kongenialen Kompagnon Bud Spencer gedreht hat: ‘Mein Name ist Nobody’, produziert vom König des Spaghettiwesterns, dem unsterblichen Sergio Leone. Nachdem ein Trinkspiel im Saloon „leicht“ außer Kontrolle geraten ist, kommt es, wie es im Wilden Westen immer kommen muss: Böses Blut ist im Spiel und einer muss mal wieder den starken Mann markieren.

Klar, dass er da bei einem gerissenen Tunichtgut wie Nobody an den Falschen geraten ist. Klar auch, dass ihre Konfrontation in bester Terence-Hill-Manier absolut unblutig abläuft. Denn während der Schurke gleich zum Schießeisen greifen will (und es eben nicht schafft), genügen dem Mann mit dem eisblauen Blick zwei gesunde Handflächen und das richtige Tempo. Oder anders gesagt: Es hagelt Maulschellen, dass nicht nur die Ohren wackeln.