Es ist eine der faszinierendsten Fragen überhaupt: Was passiert, wenn eine unaufhaltsame Kraft auf ein unbewegliches Objekt trifft? Diese Frage, mit der eigentlich religiöse und wissenschaftliche Paradoxone angesprochen wurden, mauserte sich nicht nur zu einem Problem, das auch die Popkultur bewegt. Man könnte sie man auch im Fall dieser titanischen Konfrontation stellen. Nur, dass in diesem Fall beide wirkenden Kräfte unaufhaltsam sind und es kein unbewegliches Objekt gibt, weil es sich bei beiden um Automobile handelt. Es ist die (beinahe) finale Konfrontation zweier überlegener Maschinen. Der (beinahe) letzte Kampf K.I.T.T. versus K.A.R.R. …

‘Knight Rider’ muss man als Kind der 80er einfach vergöttern – die Trash-Serie um einen Polizisten, der durch moderne Technik aus dem Koma geholt wird und der als chirurgisch verfremdeter Ermittler nach seinem „Tod“ mit neuem Namen, Uhr-Funkgerät und sprechendem Superauto auf die Jagd nach Schurken geht, ist einfach kultig. K.I.T.T, besagter nachtschwarzer Pontiac Firebird Trans Am, war aber nie das erste Modell, das die „Foundation für Recht und Verfassung“ baute.

K.I.T.T. (Abk. für Knight Industries Two Thousand) hat einen „Bruder“, ein Vorgängermodell, das auf den Namen K.A.R.R. hört: Knight’s Automated Roving Robot. Doch im Gegensatz zu dessen Nachfolger, mit dem Michael Knight auf Verbrecherjagd geht, ist K.A.R.R. nicht auf den Schutz von Menschenleben, sondern auf selbstsüchtige Entscheidungen und moralisch fragwürdige Handlungen gepolt. Kurz: K.A.R.R. ist zwar ein Auto, aber eben auch ein Verbrecher, der über Leichen geht. Es hatte schon seinen Sinn, dass das Ding in einem gesicherten Lagerhaus für Prototypen verstaubte …