„Kinder, lasst die Finger von Drogen!“ Wie oft liest, hört oder sieht der durchschnittliche Backfisch diese oder ähnliche Worte auf irgendwelchen Plakaten, bekommt sie von Eltern und Lehrern eingebläut oder wird von vermeintlich aufklärender Kinowerbung damit bombardiert? Das nützt nicht bei allen etwas, viele stehen Leute doch irgendwie einfach auf Drogen und müssen eben auf die harte Tour lernen, dass der Konsum Konsequenzen haben kann. Der Reiz des Verbotenen und so weiter. Auch die Medien – insbesondere Filme – sind nicht besonders gut darin, echtes Verantwortungsbewusstsein zu vermitteln.

Meist stellen sie den Konsum irgendwelche Dinge als abgefahrenen Spaß dar, der ohne Konsequenzen bleibt. Eine löbliche Ausnahme bildet ein Streifen wie die Hunter-S.-Thompson-Verfilmung ‘Fear and Loathing in Las Vegas’. Ein ebenso unterhaltsamer und urkomischer wie auch nachdenklicher Abgesang auf den Untergang der Hippie-Gegenkultur, kongenial besetzt mit einem jungen Johnny Depp als Thompson sowie Benicio del Toro als seinem Anwalt, „Dr. Gonzo“, die bei ihrem Besuch in Vegas ungefähr alles einschmeißen, was die Drogenkultur in den Siebziger Jahren kennt.

Eigentlich sind sie nur dort, um über ein berühmtes Motorradrennen zu berichten – doch ungefähr jede Szene in diesem Film gerät durch den Drogenkonsum seiner Protagonisten schon nach wenigen Augenblicken komplett außer Kontrolle. In dieser kultigen Sequenz besuchen der Filmheld sowie sein Mitstreiter Dr. Gonzo den „Bazooka Circus“, eine Art Mischung aus Vergnügungspark und Casino. Doch vorher gönnen sich die beiden etwas Äther. Nicht unbedingt die Beste ihrer Ideen.