Es ist schon interessant, was für Geschichten sich hinter den Kulissen wirklich erfolgreicher Filmreihen so abgespielt haben, von denen man beim Schauen meist nichts mitbekommt. Man nehme die bekannten „Zucker-Filme“ der 80er und 90er. Hinter den vermeintlichen Blödel-Klassikern wie ‘Kentucky Fried Movie’, ‘Die unglaublichen Reise in einem verrückten Flugzeug’, ‘Top Secret’ und natürlich der beliebten ‘Die nackte Kanone’-Reihe steckte anfangs gar kein Filmkonzept.

Vielmehr bildeten die Gebrüder Zucker gemeinsam mit einem Kumpel eine extrem erfolgreiche Theater- und Sketchtruppe, die es sich ursprünglich zur Aufgabe gemacht hatte, den „American Way of Life“ mit einer Mischung aus Acts und Sketches auf die Schippe zu nehmen. Erst später begann die höchst erfolgreiche Hollywood-Karriere der Zucker-Brüder, deren gemeinsame Erfolge erst 2013 mit ‘Scary Movie 5’ eher unrühmlich in den Pausemodus übergingen.

Nordberg leidet und wir haben was zu lachen
Das geniale Erfolgsrezept der Truppe: Genau die Schauspieler eben jene ernstgemeinten Dramen und Katastrophenfilme verulken zu lassen, in denen diese vorher selbst noch Hauptrollen gespielt hatten. Dabei hatten die Zuckers durchaus erfolgreichere Filme als die ‘Die nackte Kanone’-Teile, aber keine, die sich beim Publikum solcher Bekanntheit erfreuten und einen solchen Kultstatus erringen konnten, wie die Blödel-Trilogie um den komplett debilen Polizisten Frank Drebin (Leslie Nielsen) und seinen leidgeprüften Unglücksraben von einem Partner namens Nordberg (O. J. Simpson).

Warum die Streifen absoluter Kult sind, lässt sich sehr gut an der genial-irrwitzigen Sequenz ablesen, in der Drebin auf dem Weg zum Krankenhaus ist, um Nordberg beizustehen. Zeitlose Dialog-Klassiker wie „Die Ärzte sagen, er hat eine Fifty-Fifty-Überlebenschance – es könnten aber auch nur 50 Prozent sein“ bilden da nur die Spitze eines Eisbergs aus genau der Art unterhaltsamen Blödsinns, die man einfach lieben muss! Eine absolute Kultszene. Und jetzt alle so: „Heroin. Heroin, Frank!“