Gibt es eigentlich ein ungeschriebenes Gesetz, dass die Filme, die die dümmste oder albernste Idee in den Mittelpunkt einer ohnehin dünnen Handlung stellen, trotzdem irgendwie zur absoluten Krone ihres Genres aufsteigen? Wir meinen ja nur. Insbesondere bei Martial-Arts-Streifen scheint dies der Fall zu sein. Nehmen wir nur einmal den Muay-Thai-Actioner ‘Tom Yum Goong’ mit Tony Jaa.

Wer Jaas vorherigen Streifen ‘Ong Bak’ kennt, weiß, dass der Mann ein Kampfsportgott mit einem unfassbaren Bewegungsrepertoire ist. Davon kann man sich auch in ‘Tom Yum Goong’ ein Bild machen. Dafür ist die Handlung wirklich dermaßen dämlich und trieft so vor Kitsch, dass es wehtut: Weil böse Gourmets des organisierten Verbrechens seinen Babyelefanten gestohlen haben, um ihn bei einer Party auf den Teller zu bringen, macht sich sein menschlicher Freund Kham vom Dschungel auf den Weg in die große Stadt, um den Mini-Dickhäuter zu retten.

Kham ist nämlich der Nachfahre eines edlen Kriegergeschlechts, das früher nur auf Kriegselefanten in die Schlacht zog. Natürlich findet er seinen kleinen Freund, natürlich haut er dem Gelumpe ordentlich eins auf die Zwölf. Wie gesagt, eine dämliche Prämisse. Aber diese Kampfsportszenen! Dabei geht Actionfans wirklich das Herz auf. Absolutes Highlight des Films: Die Szene, in der Kham sich durch den Nobel-Fresstempel vorarbeitet – in den ersten vier Minuten kommt diese Konfrontation ohne einen einzigen Schnitt aus. Einfach nur extrem beeindruckend! Ein echtes Martial-Arts-Highlight, das wir euch nur ans Herz legen können. Wie übrigens den ganzen Film – zumindest, solange ihr euch nicht an einer kitschigen Handlung stört …