Das Beeindruckende an Bud Spencer war nicht nur seine stattliche Erscheinung. Die Tatsache, dass der Koloss mit dem goldenen Herzen in seinen Filmen zwar den Haudrauf mimte, in Wahrheit aber extrem friedliebend war, unterstrich die zünftigen Prügeleien eigentlich nur. Auch abseits der Leinwand – auf der sich Buddy stets eher als „Charakter“ sah und nicht als Schauspieler – war Carlo Pedersoli multitalentiert.

So war er nicht „nur“, wie den meisten bekannt sein sollte, olympischer Schwimmer, sondern auch der erste Italiener, der die 100 Meter in unter einer Minute schwamm. Überdies war er Erfinder, hatte unter anderem auch ein besonderes Türschloss ersonnen. Eine besondere Leidenschaft Spencers stellte – neben dem Kochen und der Philosophie – auch die Musik dar.

Ein Multitalent
Denn er arbeitete vier Jahre lang auch als Komponist für eine italienische Plattenfirma namens RCA und schrieb für einige seiner Filme auch selbst an Musikstücken, etwa für ‘Sie nannten ihn Mücke‘. In so manchem Club war Spencer damals (1960-1964) unterwegs und brachte Eigenkompositionen mit seiner Gitarre an den Mann. Viele Fans kennen ‘Grau, grau, Grau’ aus ‘Das Krokodil und sein Nilpferd’, bei dem Spencer mit seiner Reibeisenstimme einen Bus voller Kinder unterhält. Etwas weniger bekannt ist diese Variante von ‘Banana Joe‘, die Spencer selbst in einer TV-Sendung zum Besten gibt – und dabei auch gleich seine Qualitäten als Tänzer unter Beweis stellt.

Der Mann war eben ein multitalentiertes Genie – diese Welt wird ohne ihn nicht dieselbe sein.