Al Bundy, der Gott, der Damenschuhe verkauft. Kein Tag, an dem dieser Held des unterdrückten kleinen Mannes nicht in den Kampf zieht. An vorderster Front, im Schuhgeschäft, umzingelt von einem ganzen Heer feister Matronen und emanzipierter Amazonen. Doch diesmal sieht es übel aus für unseren Helden: Denn das „Gericht der fetten Weiber“ tagt – ein absoluter Klassiker aus 'Eine schrecklich nette Familie', einer Kultserie, der es an solchen nicht mangelt.

Tagein tagaus ist es dasselbe: Al Bundy verlässt das Haus, schleppt sich in den Schuhladen, schließt auf – und darf sich auf eine ganze Horde biestiger, stark übergewichtiger Kundinnen freuen, die scheinbar keine andere Aufgabe in ihrem Leben sehen, als ihm das seine zu versauen. Wahrlich, die Drehbuchautoren von 'Eine schrecklich nette Familie' kannten keine Gnade, als sie ihrem Schuhe verkaufenden Antihelden seinen Alltag auf den Leib schrieben. Klar, dass dem kleinen Mann von der Straße nur ein Weg bleibt, sich zu wehren: Schlagfertige Sprüche, die nur eins zum Ziel haben – das Gewicht seiner Gegnerinnen.

Da ist im Laufe der Jahre einiges an Kalauern, Retourkutschen und hammermäßigen Beleidigungen zusammengekommen. Doch genau das rächt sich jetzt und beißt den Gott, der Damenschuhe verkauft, in den Allerwertesten: Denn in dieser absoluten Kultszene tagt das „Gericht der fetten Weiber“, ein Tribunal, das sich aus fast allen beleibten Damen zusammensetzt, mit denen es sich Al Bundy während seiner „Karriere“ als Schuhverkäufer im Laufe der Serie verscherzt hatte. Schlecht für Al, aber gut für uns Zuschauer.