Gehört ihr zu den Männern, die nach einem harten Arbeitstag so gar nichts damit anfangen können, etwas zu unternehmen oder vor die Tür zu gehen? Hängt ihr stattdessen lieber mit eurer Angebeteten vor dem TV, um euch bei ‘The Walking Dead’, ‘Game of Thrones’ und Co. zu entspannen? Glückwunsch, damit stärkt ihr nämlich eure Beziehung – es soll alles andere als ein Zeichen sein, dass es schlecht um eure Partnerschaft.

Zu dieser Ansicht kamen schottische Forscher aus Aberdeen. Ihrer Meinung nach können Seriencharaktere dabei prinzipiell als eine Art Ersatz für gemeinsame Freunde fungieren. Denn sich einen Freundeskreis zu teilen, stärke den Zusammenhalt in einer Beziehung und sorge für eine höhere gesellschaftliche Zugehörigkeit. Die Folge: Die Tendenz, sich zu trennen, sinke. Doch für Paare ohne (gemeinsame) Freunde seien Serien sehr nützlich. Diese könnten die soziale Identität stärken.

Fiktive Freunde

So heißt es in der Studie: „Das Erleben von medialen Inhalten wie Fernsehserien, Shows oder Filmen mit Partnern aus einer Liebesbeziehung kann das Fundament einer gemeinsamen sozialen Welt bilden. Dieses Gefühl, sich eine soziale Welt zu teilen, ist für die Pflege einer Beziehung von immenser Bedeutung.

Der Austausch über das Erlebte und die Charaktere in fiktiven Welten helfe dabei, das Zugehörigkeitsgefühl eines Paares zu steigern und die soziale Identität zu verbessern. Serien könnten zwar keine menschliche Wärme Dritter ersetzen, sehr wohl jedoch starke Emotionen in den Zuschauern erwecken. Dies könne für ein Gefühl von Geborgenheit sorgen, für das sonst Freunde, Familie und Bekanntschaften im echten Leben verantwortlich sind. Dies steigere das seelische Wohlbefinden:

Die Ergebnisse untermauern unsere Hypothese, dass das gemeinsame Erleben solcher Medien die Beziehungsqualität steigern kann – insbesondere bei Menschen, die sich nur wenige gemeinsame Freunde mit ihrem Partner teilen.

Quelle: bento.de