„Tschernobyl 1986“ – Film-Kritik – Nicht wenige werden sich noch an damals erinnern, viele werden zumindest davon gehört haben. Die Rede ist von der Nuklearkatastrophe im ukrainischen Kernkraftwerk Tschernobyl. Ein Reaktorunglück, das am 26. April 1986 die Welt veränderte und dessen Folgen bis heute noch spürbar sind.

Schließlich war es der größte anzunehmende Unfall (GAU), den es in einem Kernkraftwerk geben kann und der in kürzester Zeit zu einem Super-GAU mutierte – also der Kontamination der Umwelt. Der russische Film „Tschernobyl 1986“ blickt nun im Heimkino auf seine ganz eigene Art und Weise auf die damalige Nuklearkatastrophe in Tschernobyl.  

Darum geht es im Detail in „Tschernobyl 1986“: Nach der verheerenden Explosion des vierten Reaktorblocks des Kernkraftwerks Tschernobyl kämpfen Hunderte Einsatzkräfte und Zivilisten darum, eine noch größere Katastrophe zu verhindern. Aus dem Reservoir unter dem Reaktor muss das Wasser abgelassen werden, bevor der geschmolzene Reaktorkern damit in Berührung kommt.

Feuerwehrmann Alex, Ingenieur Valerij und Militärtaucher Boris werden mit der gefährlichen Mission beauftragt, sich unter den brennenden Reaktor zu begeben. Viel Zeit bleibt ihnen nicht: Das Wasser in den überfluteten Korridoren wird durch die immense Strahlung von Stunde zu Stunde heißer. Bereit, ihr Leben zu opfern, steigen die drei Männer in die Tiefen des Gebäudes hinab.
 
„Tschernobyl 1986“ ist ein schockierender aber auch fesselnd inszenierter Film von Regisseur und Hauptdarsteller Danila Koslowski. Dabei zeigt er das Grauen der atomaren Katastrophe anhand dreier Männer und deren Heldenmut. Sie stehen dabei für all die vielen Menschen, die sich bei der Bekämpfung der Folgen des verheerenden Super-GAUs aufopferten.

Dies bekommt man in „Tschernobyl 1986“ besonders beeindruckend vermittelt – und auf gänzlich andere Weise als etwa in der erfolgreichen „Chernobyl“-Serie. Zumal man hier in rund 136 Minuten Spielzeit eine emotionale Bindung mit den Protagonisten aufbauen kann, was dem Streifen einiges an weiterer Intensität verleiht.

Daher gibt es von uns eine klare Empfehlung für „Tschernobyl 1986“, auch deshalb, weil dieser Film eine weitere Mahnung an die Menschen darstellt und zugleich die Helfer von damals nicht in Vergessenheit geraten lässt.

Tschernobyl 1986 (capelight pictures) – VÖ: 17. Sep. 21