„The Violent Heart“ – Kritik – Cineasten, die ihren Heimkinoabend mit einem spannenden Streifen füllen wollen, sollten nun weiterlesen. „The Violent Heart“ verwendet dafür nämlich einen interessanten Mix. So präsentiert sich der Streifen als ein einfühlsames Liebesdrama mit Thriller-Elementen, einer Dosis Crime sowie einer gehörigen Ladung Sozialkritik.

Das funktioniert in Kombination bestens und wurde obendrein sehr authentisch in Szene gesetzt. „The Violent Heart“ erzählt von Daniel, der vor 15 Jahren mit ansehen musste, wie seine ältere Schwester ermordet wurde. Auch in all den Jahren danach hat er mit den Geschehnissen von damals zu kämpfen. Auch weil der Täter bis heute nie geschnappt wurde.

Ein dunkles Geheimnis

Der eigentlich introvertierte Daniel neigt seither zu spontanen Gewaltausbrüchen, die ihm auch schon eine Haftstrafe beschert haben. Dabei wünscht er sich nur ein geregeltes Leben zu führen. Als er die Schülerin Cassie kennenlernt, blüht Daniel auf. Alles könnte so schön sein, doch Cassies Eltern halten gar nichts von der Beziehung mit dem ehemaligen Straftäter und setzten alles in Bewegung diese zu beenden.

Als wäre das alles nicht schon genug, findet Cassie durch Zufall ein Beweisstück im Mordfall von Daniels Schwester. Daraufhin stellt sie Nachforschungen und deckt dabei ein dunkles Geheimnis auf. Der Plot von „The Violent Heart“ überzeugt, hat allerdings seine Startschwierigkeiten. So braucht der Streifen etwas Zeit, um an Dynamik zu gewinnen.

Überraschende Twists und starkes Finale

Ab der Mitte und vor allem mit dem starken Finale zeigt das Crime-Liebes-Drama seine Stärken – auch wegen der gut gesetzten und überraschenden Twists. Am Ende sind es trotz der soliden Story jedoch die Darsteller, allen voran Hauptdarstellerin Grace von Patten, die mit ihren starken Performances den Film ein ganzes Level höher hieven. Genrefans können daher sicher zu „The Violent Heart“ greifen, um sich einen unterhaltsamen Filmabend zu machen.

The Violent Heart (Capelight Pictures) – VÖ: 13. Mai. 22