„They shall not grow old” bedeutet so viel wie „Sie werden niemals erwachsen werden“ und stammt als Zitat einem Gedicht des englischen Dichters Laurence Binyons. Mit dem Werk wird auch heute noch an die Schrecken des Ersten Weltkrieges erinnert – kein passenderer Filmtitel konnte für Peter Jacksons technisch brillante Dokumentation gefunden werden. Diese erscheint anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Kriegsendes.

Technisch brillant deshalb, weil „Herr der Ringe“-Ausnahmeregisseur Jackson und seine Spezialeffekteschmieden Originalaufnahmen aus dem Großen Krieg nahmen und überarbeiteten. Der Effekt ist beeindruckend: Full-HD-Bilder, die ohne die staksigen Bewegungen alter Schwarzweiß-Kameras daherkommen – noch dazu auf eine Weise coloriert, die mordernsten Ansprüchen genügt. In 3D. Atemberaubend.

So porträtiert Jackson mit „They shall not grow old” eine ganze Generation Männer, die im Fleischwolf der ersten geradezu industriellen Kriegsführung der Menschheit zu Millionen verheizt wurden – und zeigt die jungen Soldaten auf eine Weise, wie sie sich selbst damals betrachtet haben müssen. Realistischer und ergreifender dürfte man die gnadenlose Realität des Krieges wohl nie erlebt haben.

„They shall not grow old” wird in ausgewählten britischen Kinos am Jahrhundertfeiertag ausgestrahlt werden, bevor der Film später bei BBC One läuft – ob und in welcher Form wir diesen technischen Meilenstein je in Deutschland sehen können, ist leider nicht bekannt.