Die Superheldentruppe der „Avengers“ ist im Kino Trumpf und eigentlich freut sich jeder Fan immer wieder auf neues Futter von den comicbasierten Blockbustern. Die Brüder Anthony und Joe Russo haben sich nun der Fortsetzung des ersten Avengers-Streifens angenommen und präsentieren einen Captain America, der in einem düsteren Szenario mit einer Erzählung voller Verstrickungen einen neuen Auftritt feiert. Zusammen mit der heißen Scarlett Johansson als Black Widow an seiner Seite versprechen diese Eckpunkte neues Popcorn-Kino mit Hirn und Rabatz. Wie sich der Supersoldat in seinem neuen Abenteuer geschlagen hat, verraten wir euch in unserer Review.

Darum geht’s:

„The Return Of The First Avenger” knüpft an die Geschehnisse von „Marvel`s The Avengers“ an: Steve Rogers (Chris Evans) alias Captain America entscheidet sich, seine erfolgreiche Zusammenarbeit mit S.H.I.E.L.D. und Natasha Romanoff (Scarlett Johansson) alias Black Widow im Hier und Heute fortzusetzen. Er lebt zurückgezogen in Washington und tut sein Bestes, sich an die moderne Welt zu gewöhnen. Doch als ein S.H.I.E.L.D.-Agent unter Beschuss gerät, wird Rogers in ein Netz von Intrigen verwickelt, das eine Gefahr für die ganze Welt darstellen könnte. Mit Black Widow an seiner Seite versucht Captain America verzweifelt, die sich weiter verdichtende Verschwörung aufzudecken. Dabei muss er sich immer wieder gegen professionelle Attentäter wehren, die ihn zum Schweigen bringen sollen. Als sich die gesamte Tragweite des teuflischen Plans offenbart, finden Captain America und Black Widow in dem Falken einen neuen Verbündeten. Gemeinsam sehen sie sich schon bald einem so unerwarteten wie gefährlichen Gegner gegenüber – dem Winter Soldier.

Das ist gut:

Das hört sich nun komisch an, ist aber so – dieses Sequel besitzt mehr Realismus im unrealistischen Szenario. Dies verdankt es vor allem seinem düsteren Setting und der recht besonnenden Erzählweise im Vergleich zum Vorgänger. Auch im Kontrast zu „The Avengers“ ist der Streifen trotz der Comic-Attitüden reifer und erdiger. Das macht die Fortsetzung des Captains überaus interessant.

Vor allem die Story um die Unterwanderung von S.H.I.E.L.D. samt Verschwörungen und Fieslingen, die mit der Menschheit nichts Gutes im Sinn haben, ist toll. Dass man hier nicht direkt am Vorgänger angesetzt hat, sondern eine eigenständige Geschichte nach dem „Avengers“-Krawall erzählt, ist sehr begrüßenswert. Selbstverständlich muss man nicht auf ein genretypisches Action- und Effektfeuerwerk mit flotten Verfolgungsjagden sowie fetzigen Kampfszenen verzichten. Sehr gut gefällt zudem, dass Scarlett Johansson als Black Widow eine viel größere Rolle spielt als zuvor. Und als Duo funktioniert sie mit Captain America prächtig. Ach ja, Neuzugang Robert Redford macht übrigens eine ordentliche Figur in seinem Comicfilm-Debüt. Abgerundet wird der neue Marvel-Blockbuster mit einer Portion Gesellschaftskritik und einem sehr gelungenen, humorvollen Wink in Richtung der Popkultur der letzten 70 Jahre.

Das ist schlecht:

Es gibt nicht wirklich viel zu mäkeln am neuen „Captain America“-Streifen. Einzig, dass der neue Bösewicht Bucky Barnes alias Winter Soldier, gespielt von Sebastian Stan („Black Swan“, „Apparition“), etwas untergeht und nicht genügend heraussticht, ist etwas schade.

Wir wollen gar nicht viele Worte verlieren, „Captain America: The Return of the First Avenger“ entpuppt sich als Marvel-Überraschung und gehört sicherlich zu den besten Verfilmungen der Comic-Saga. Der Film besitzt eine gute Storybasis, viel Tiefgang und dennoch die benötigte Portion an explosiver Action. Trotz der dunklen Machart bekommt man alles in allem fesselndes Popcorn-Kino geboten, das einfach Lust auf immer mehr Marvel-Kino macht. Kinotipp!