Da produziert Hollywood bereits seit Dekaden einen Actionfilm nach dem anderen und dann kommt einfach ein nahezu unbekannter Regisseur daher, stampft einen indonesischen Independent-Film aus dem Boden, und setzt damit auf Anhieb einen neuen Genrestandard. „The Raid“, so der Name des Kunstwerkes, gilt als einer der besten Actionfilme aller Zeiten und nun möchte Regisseur Gareth Huw Evans mit dem Nachfolger noch einen draufsetzen.

Und es scheint zu gelingen. Die Presse steht jedenfalls Kopf und feiert die Odyssee der Gewalt des jungen Cops Rama in den höchsten Tönen. Um seine Familie zu beschützen, begibt dieser sich auf eine erbarmungslose Undercovermission in Jakartas Unterwelt. Vollkommen auf sich allein gestellt, sagt er dem gesamten verrotteten System aus Bestechlichkeit und Verbrechen den Kampf an und arbeitet sich dazu mit neuer Identität als knallharter Kämpfer Yuda im Gefängnis innerhalb der Hierarchie der Gesetzlosen nach oben.

Den Zuschauer erwarten brillante Bilder, ein effektvoller Score, virtuose Martial-Arts-Kunst, eine vielschichtige Story, sensationelle Actionszenen und eine Auto-Verfolgungsjagd, bei der man seinen eigenen Augen nicht traut. „The Raid 2“ gilt zurecht als Meilenstein, mit dem Evans seinen Ruf als bester Actionregisseur unserer Zeit zementiert.