The Little Things – Film-Kritik – Hereinspaziert in eine düstere Welt, die euch in „The Little Things“ präsentiert wird. Dieser starbesetzte Crime-Thriller im Mantel des Film noir ist wirklich finster, schwer und eindringlich. Fast gänzlich ohne Action mit seinem ganz eigenen, langsamen Tempo, baut der Streifen seine berstende Spannung auf.

Dies mit einer beklemmenden, teils trübsinnigen Atmosphäre. Alles beginnt in „The Little Things“ damit, dass Deputy Sheriff Joe ‚Deke’ Deacon von Kern County nach Los Angeles entsandt wird, um dort Beweisstücke abzuholen. Bei dem kurzen Auftrag verstrickt er sich allerdings in die Jagd nach einem Serienkiller, der die Stadt heimsucht.

Sergeant Jim Baxter vom L.A. Sheriff Department ist beeindruckt von Dekes detektivischem Gespür und bittet ihn inoffiziell um Hilfe. Doch auf der Jagd nach dem Mörder wirft Dekes Vergangenheit lange Schatten auf den Fall, die nicht nur Baxters Untersuchung in Gefahr bringen. „The Little Things“ lebt hierbei von seiner düster-schweren Stimmung, wie man sie aus „True Detective“ kennt.

Neben dem verstrickten Plot sind es aber die Darsteller, die den Streifen akzentuieren. Denn mit Denzel Washington und Rami Malek als Ermittlerduo und Jared Leto als Bösewicht rappelt es schauspielerisch grandios im Karton. Das beeindruckt, wobei gerade Leto als undurchsichtiger, bösartiger Psycho einmal mehr mit einer Ausnahmerolle herausstricht.

Was jedoch nicht die Leistungen von Washington und Malek als Spurensucher schmälern soll. „The Little Things“ ist ein überaus intelligent inszenierter Crime-Thriller, der das Oberstübchen des Zuschauers fordert. Daher sollte man nicht mit falschen Erwartungen an den Film gehen, denn dieser Streifen ist alles andere als ein typischer Hollywood-Popcorn-Thriller.

Wer sich darauf einlassen kann und will, bekommt überaus fesselndes und verästeltes Thriller-Kino für zu Hause geboten.

The Little Things (Warner Bros. Entertainment) – VÖ: 11. Nov. 21