Arnold Schwarzenegger ist Gouverneur, Bodybuilder, Mr. Freeze, der Barbar, The Terminator oder einfach nur der Last Action Hero. Uns Männern versprach er einst als eiserne Kampfmaschine mit monotoner Stimme seine Rückkehr: „I'll be back.“ Ein Mann, ein Wort! Denn mit dem testosterongeladenen Action-Express „The Last Stand“, fährt Arnie nach zehn Jahren wieder mit aller Wucht in die Filmlandschaft ein. Doch bringt er mit seinem Leinwand-Comeback auch Männerherzen auf Hochtouren?

Darum geht’s:

In „The Last Stand“ übernimmt Arnold Schwarzenegger mit schnittiger Frisur und gestähltem Körper die Rolle des Sheriffs Owens. Er ist das Gesetz in der kleinen Grenzstadt Sommerton Junction in New Mexiko. Das verschlafene Nest wird allerdings jäh aus seinem Schlummer gerissen, als ein ungebetener Gast in Gestalt von Drogenboss Gabriel Cortez ins Städtchen einreist. Der berühmt-berüchtigte Cortez ist unlängst aus einem FBI-Gefängnistransport geflohen, sein Weg in die Freiheit in einer getunten Corvette Z1 führt unglücklicherweise durch Sommerton Junction. Natürlich zieht solches Gesindel weiteres Geschmeiß an und schon bald wimmelt es im Ort nur so vor finsteren Ganoven und Söldnern. Allerdings haben sie nicht die Rechnung mit Sheriff Owens und Agent John Bannister (Forest Whitaker) gemacht, die zeigen, wer im Bleiregen die größten Eier hat.

Das ist gut:

Man hat das Gefühl, als sei Arnie nie fort gewesen, um seinen Lebensunterhalt als schnöder Politiker zu verdienen. „The Last Stand“ ist grandioses Action-Kino im Stile der 80er, das die Luft mit Bleiregen schwängert, Explosionen vom Himmel regnen lässt und geniale Shootouts liefert. Und das trotz der minimalistischen Story, deren Inhalt auf die Quittung der letzten Kneipenrechnung passt. Extrem gefallen haben uns Schwarzeneggers altbekannte, coole Sprüche wie auch die vielen Seitenhiebe auf diverse Arnie-Klassiker.

Das ist schlecht:

Die Schwachpunkte in „The Last Stand“ sind auf jeden Fall die CGI-Effekte, die sich nicht immer auf Blockbuster-Niveau bewegen. Generell merkt man dem Streifen an, dass man kein Hollywood-Budget zur Verfügung hatte. Wirklich störend aufgefallen sind Gaststars wie  „Jackass“-Chaot Johnny Knoxville, der an der Seite gestandener Action-Spezialisten wie ein blasser, überdrehter Lehrling wirkt. Ansonsten gibt es nicht viel zu meckern, es sei denn, man wünscht sich Anspruch. Aber ganz ehrlich: Wenn ein entfesselter Schwarzenegger loslegt, wissen wir Männer doch, dass es nur noch um Muskeln, Kugeln, Blut und blanke Zerstörung geht.

„The Last Stand“ ist eine (sich selbst nicht so ernst nehmende) Action-Schlacht. Oldschool in bester 80er-Manier, mit Altstar Arnold Schwarzenegger, der eine herrlich sinnlose Gewaltorgie entfesselt. Männerkino mit geilen Karren, Waffen bis zum Abwinken, harten Stunts und lässig aus der Hüfte geschossenen Sprüchen. Hätte man noch blanke Brüste eingebaut, wäre dieser Streifen für jeden Männerabend das Nonplusultra geworden. So ist es ein sommerlicher Actionhit, der jede Filmnacht zur Testosteron-Party werden lässt.


Fotos: Splendid Film