„The Forever Purge“ – Kritik – Lange hat man drauf gewartet, nun ist mit „The Forever Purge“ der mittlerweile fünfte Teil des erfolgreichsten Horror-Thriller-Franchises auf der großen Kinoleinwand zu sehen. Damit wird nun auch ein weiteres Kapitel im dystopischen Kampf ums Überleben aufgeschlagen.

Erfolgsproduzent Jason Blum bietet hierbei weiterhin spannende und brutale Unterhaltung. Dies einmal mehr mit deftiger Sozialkritik, geht es dieses Mal doch um die US-Einwanderungspolitik sowie Klassen- und Rassenunterschiede. Aber „The Forever Purge“ nimmt auch ein paar frische Wege. Wir haben bei der neuen „Säuberung“ mitgemacht und verraten euch, wie gut oder schlecht sich der fünfte Teil schlägt.

Darum geht’s:

Es geht in „The Forever Purge“ wieder in die USA der Zukunft. Mittlerweile wurde die Mauer an der Grenze zu Mexiko errichtet und es steht wieder die Purge, die Säuberung, an. Doch anders als in den Jahren zuvor, formiert sich bei der langen Nacht, bei der alle Verbrechen erlaubt sind, eine neue Gruppierung. Die Rede ist von der Bürgerwehr „Forever Purge“, einer gefährlichen Radikalen. Und die verfolgt nur ein Ziel: Sie will die Regierung stürzen und ein neues Amerika aufbauen, in dem die Purge Dauerzustand ist.

Das ist gut/Das ist schlecht:

Wer nun befürchtet, das Franchise würde sich langsam aber sicher wiederholen, kann sich beruhigt zurücklehnen. Denn „The Forever Purge“ ist eine gelungene Weiterentwicklung der Welt vollgepackt mit Irren und weniger Irren, die sich in einer Nacht fröhlich über den Haufen ballern, foltern und massakrieren.

Doch ist dieser Streifen kein stumpfes Gemetzel, sondern ein Horror-Thriller mit Tiefgang, alleine schon wegen der genial eingepflegten Gesellschaftskritik. Regisseur Everardo Gout setzt hierbei plottechnisch auf alles oder nichts – und das wurde bestens in Szene gesetzt. Nicht nur, dass die neue Gruppierung „Forever Purge“ aus angsteinflößenden und brutalen Fanatikern besteht, auch das Vorhaben, eine jährliche Säuberungs-Nacht auf 365 Tage im Jahr ausweiten zu wollen, birgt einiges an Brisanz und Spannung.

Erbarmungslose Zukunftsvision

„The Forever Purge“ überzeugt als erbarmungslose Zukunftsvision, intelligent gestrickt und mit einem verstörend harten Realismus. Auch wenn Teil fünf im Vergleich zu seinen Vorgängern etwas an Brutalität eingebüßt hat, so entpuppt er sich in vielen Bereichen als der furchteinflößendste Streifen des Franchise. Ohne eine plumpe Gewaltorgie zu sein, auch wenn es hier zu harter Action und teils wirklich bösen Kills kommt.  

Gefallen hat zudem der sehr erfrischende Cast mit unter anderen Ana de la Reguera, Tenoch Huerta, Leven Rambin, Susie Abromelt, Joshua Doy, Gregory Zaragoza und Josh Lucas.

Fazit: Fans dürfen sich letzten Ende auf „The Forever Purge“ freuen. Denn in den rund 100 Minuten gibt es starken Horror-Thrill und beste „Säuberungs“-Unterhaltung. Das alles mit Tiefgang, reichlich Blut, irren Charakteren, knalliger Action sowie einer gelungen inszenierten Story. Nach dem ersten „Purge“-Streifen gehört „The Forever Purge“ definitiv zu den besten Teilen des Franchises.